Super League
Testspiel, Testspieler und ein Transfer

Der FC St.Gallen nutzte die Länderspielpause, um sich unter anderem in Berlin auf das Spiel gegen Servette Genf vorzubereiten. Das geschah in den letzten zwei Wochen.

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Überraschender Testspielsieg: Der FC St.Gallen setzt sich an der Alten Försterei mit 3:1 gegen den 1. FC Union Berlin durch.

Überraschender Testspielsieg: Der FC St.Gallen setzt sich an der Alten Försterei mit 3:1 gegen den 1. FC Union Berlin durch.

Bild: Ottmar Winter/Freshfocus

Vor zwei Wochen, als der FC St.Gallen gegen die Grasshoppers spielte, sassen auf den Tribünen Menschen, die T-Shirt trugen. Viele von ihnen hatten auch ein Lächeln im Gesicht. GC gewann 5:2, es war warm. Der Sommer zuckte ein letztes Mal. Jetzt, zwei Wochen später, ist es Herbst. Was passierte im FC St.Gallen, während es täglich ein paar Grad kälter wurde?

Er reiste Mitte vergangene Woche nach Berlin, wo er gegen Union testete. Und 3:1 gewann. Freilich handelte es sich nur um eine Testpartie. Urs Fischer, der Schweizer Trainer des Bundesligisten, änderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Pflichtspiel auf zehn Positionen. Nur: Dasselbe tat auch der St.Galler Coach Peter Zeidler. Einige Reservisten nutzten ihre Chance, so zum Beispiel Salifou Diarrassouba, der ein Tor vorbereitete und eines selbst erzielte. Zeidler sagte an der Pressekonferenz, Diarrassouba habe «gute Chancen, um im Kader zu sein». Die Reise nach Berlin nutzen die Spieler auch anderweitig. Zeidler: «Ich habe gehört, einige haben Fahrräder ausgeliehen und sind durch Berlin gefahren.»

Zigi, Fazliji und Stergiou waren mit dem Nationalteam unterwegs

Derweil trainierten im Gründenmoos Teile der U21 mit elf Probespielern. Offenbar hinterliess aber keiner von ihnen einen bleibenden Eindruck. Das liess zumindest Zeidler durchblicken, als er sagte: «Mir ist geblieben, dass sich unsere U21-Spieler nicht verstecken müssen.»

Weder im Gründenmoos noch in der deutschen Hauptstadt hielten sich Lawrence Ati Zigi, Betim Fazliji sowie Leonidas Stergiou auf. Zigi sass für die ghanaische Nationalmannschaft zweimal auf der Bank und stiess erst spät wieder zur Mannschaft. Fazliji verlor zweimal mit dem Kosovo und den Nationaltrainer Bernard Challandes. Der Schweizer wurde nach den beiden Niederlagen entlassen. Stergiou führte die Schweizer U21-Nationalmannschaft zweimal als Captain aufs Feld. Der 19-Jährige hatte in den vergangenen Wochen körperliche Probleme. Zeidler sagt: «Die sind durch die Länderspiele natürlich nicht weggegangen.» Entsprechend ist Stergiou fraglich für Sonntag.

Dafür sind die zuletzt verletzten Ousmane Diakité, Victor Ruiz sowie Boris Babic wieder eine Option. Das Trio ist wieder voll im Training. Sicherlich keine Option ist Tim Staubli, der sich beim Spiel in Berlin einen Bänderriss zuzog.

Gestern gab der Klub dann noch eine Neuverpflichtung bekannt. Der 21-jährige Stürmer Logan Clément wechselt vom 1.-Liga-Klub CS Chênois nach St.Gallen. «Ein Spieler, der gross ist, Tore machen kann und schnell ist», sagt Zeidler. Er sagt aber auch: «Er trainiert bei uns mit, spielen wird er in der U21. Dort kann er sich empfehlen.» Das tat er bereits, als er im Cup vor einem knappen Monat gegen St.Gallen eingewechselt wurde und traf.

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