Tests, Trainings, Transfers: So macht sich der FC Wil fit für 2021

Nach dem Tief gegen Ende 2020 möchte der FC Wil in diesem Jahr wieder in die Spur kommen. Neuzugänge sollen dabei helfen - und ein Testspiel am Samstag gegen den FC St. Gallen.

Ralf Streule
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Alex Frei und seine Wiler nehmen das Training wieder auf. Am Montag waren zunächst Coronatests angesagt.

Alex Frei und seine Wiler nehmen das Training wieder auf. Am Montag waren zunächst Coronatests angesagt.

Claudio Thoma / freshfocus

Die Spieler des FC Wil dürften das Jahresende besonders stark herbeigesehnt haben. In den letzten paar Runden des Jahres 2020 gelang dem Team von Alex Frei praktisch nichts mehr. Nach vier Niederlagen in Folge wurden die Ostschweizer in der Challenge-League-Tabelle stark zurückgebunden, plötzlich war die junge Mannschaft mittendrin im Abstiegskampf.

Die Baisse begann sogar schon einiges früher: Seit Anfang Oktober gab es in 13 Spielen gerade noch einen Sieg. Darum hiess die Devise in Wil während der Weihnachtstage: durchschnaufen und nach vorne schauen. Nur: Allzulange hatten die Spieler und der Staff dafür nicht Zeit. «So kurz war die Winterpause für uns noch nie», sagt Geschäftsführer Benjamin Fust.

Bereits seit gestern sind die Spieler wieder im Einsatz, als erstes standen am Montag Coronatests an. Schon heute sollen die Resultate da sein. Für die paar Ferientage hatten die Spieler Corona-Verhaltensregeln mit nach Hause bekommen. Und die zwei, drei Spieler, die im Ausland Weihnachten feierten, mussten ihre Pläne klar darlegen, wie Fust sagt.

Suche nach treffsicheren Stürmern kann beginnen

Und so hofft man, dass im heutigen Test Nummer zwei – nämlich dem Leistungstest – alle Spieler mit von der Partie sein können und danach das Training aufnehmen können. Der Test Nummer drei folgt nämlich schon am kommenden Samstag: das Testspiel nämlich gegen den FC St.Gallen im Bergholz um 15Uhr. Eine Woche darauf testen die Wiler gegen den FC Zürich, bevor am Freitag, 22.Januar die Saison mit dem Spiel gegen den FC Aarau weitergeht.

Beim Aufeinandertreffen der beiden Teams Anfang Saison hatten die Wiler beim 3:1 eine gute Figur gemacht. Und vor allem: Sie hatten getroffen. Etwas, das zuletzt in der Meisterschaft kaum mehr gelang. Zwei Tore in vier Spielen gab es zuletzt, und mit den 13 Toren aus 15 Spielen hat man in der Liga die schlechteste Bilanz auszuweisen. Nur drei Treffer wurden dabei von klassischen Stürmern erzielt, eines von Samuel Ballet, zwei von Noah Jones.

Nun sind diese Rückschläge nicht überraschend, schliesslich setzt kaum ein Klub so sehr auf die Karte Jugend wie der FC Wil. Dennoch wird der Klub in der Winterpause auf dem Transfermarkt aktiv werden und sich nach Stürmern umschauen müssen, um im Abstiegskampf bestehen zu können. Man habe die Augen offen, bestätigt Fust. Wobei nicht nur die Offensive im Blickfeld sei.

Finanziell bisher ohne grosse Rückschläge

Verhältnismässig gut davongekommen ist der FC Wil dafür in Sachen Finanzen, zumindest noch in der Saison 2019/20. Natürlich streckte sich auch der Challenge-League-Klub nach der Decke im Coronajahr. Doch dank Transfereinnahmen sowie guten Zuschauereinnahmen noch vor der Coronapause kam man nicht allzu stark ins Hintertreffen, wie sich an der GV im Dezember gezeigt hatte. Da die Zuschauerzahlen aber seit Oktober wieder völlig wegbrechen, will man beim FC Wil nicht etwa Entwarnung geben – und in den kommenden Tagen entscheiden, inwiefern man auf Bundesgelder zurückgreifen will. Noch seien hier nicht alle komplexen Abklärungen gemacht, so Fust. Wie der FC Wil finanziell durchs neue Jahr kommt, dürfte zu einem grossen Teil auch wieder von allfälligen Transfers in die Super League abhängen. In diesem Punkt sind die Ostschweizer längst Spitzenreiter der Liga.