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TERMINPLANUNG: Wenn eine Woche zu wenig ist

Das Schwingfest, das am Sonntag auf der Schwägalp stattfindet, gehört zu den Höhepunkten jeder Saison. Doch in diesem Jahr wirft der Unspunnenschwinget bereits seine Schatten voraus.
Ives Bruggmann
Vorjahressieger Armon Orlik (unten) gehört auf der Schwägalp zu den Hauptanwärtern auf den Festsieg. (Bild: Urs Bucher)

Vorjahressieger Armon Orlik (unten) gehört auf der Schwägalp zu den Hauptanwärtern auf den Festsieg. (Bild: Urs Bucher)

Ives Bruggmann

Christian Stucki, Arnold Forrer, Willy Graber, Kilian Wenger. Das sind nicht etwa die Favoriten des diesjährigen Schwägalp-Schwingfests, sondern die Abwesenden. Gewiss: Forrer, Stucki und Graber meldeten sich verletzt ab. Dennoch zeigt ein Blick auf die Schwingerliste, dass vor allem die Berner Gäste nicht mit den besten Kräften am Nordostschweizer Bergfest präsent sind. Kein Wenger, kein Matthias Sempach, kein Bernhard Kämpf. Da liegt die Vermutung nahe, dass das Unspunnenfest, das in einer Woche stattfindet, schon bei der Saisonplanung Anfang Jahr höhere Priorität genoss. Zumal jeder Athlet maximal an drei Bergfesten teilnehmen kann.

«Ich denke, jeder Schwinger hat sich da so seine Gedanken ­gemacht», sagt Peter Schmutz, Technischer Leiter des Berner Kantonalen Schwingerverbands. Zwar gehe er davon aus, dass eine Woche Erholung genug sei. Als ein bisschen unglücklich empfinde er die Ansetzung der beiden Feste jedoch schon. Die Berner Schwinger seien alle selber für ihre Planung verantwortlich. «Da mische ich mich nicht ein.» Er sei aber überrascht, dass doch noch so viele starke Berner den Weg auf die Schwägalp auf sich nehmen. Und fügt hinzu: «Ich behaupte, wenn das Fest eine Woche früher stattgefunden hätte, wären deutlich mehr Spitzenschwinger am Start.» Als Vorwurf sei dies keinesfalls zu verstehen, denn auf die Planung können die Organisatoren nur begrenzt Einfluss nehmen.

Verschiebung verärgert die Organisatoren

Dies bestätigt OK-Präsident Ni­klaus Hörler mit deutlichen Worten in Richtung des Eidgenössischen Schwingerverbands: «Das Unspunnenfest wurde mit dem Einverständnis des Zentralvorstandes um eine Woche vorverschoben. Das ist für uns völlig unverständlich.» Es sei nicht gut, wenn der Verband beginne, die grossen Feste zu verschieben. Denn für das Fest auf der Schwäg­alp sei eine Verschiebung aus Rücksicht auf die Natur nicht möglich.

Nordostschweizer lassen sich das Fest nicht entgehen

Im Gegensatz zu den Bernern treten die Nordostschweizer mit ihren besten Kräften an. Angeführt von den Vorjahressiegern Samuel Giger und Armon Orlik sowie weiteren elf eidgenössischen Kranzern werden die Gastgeber versuchen, die lediglich sechs Berner Eidgenossen so schnell wie möglich zurückzubinden. Auch wenn die Gäste nicht in Bestbesetzung antreten, sind unter den gemeldeten Schwingern einige dabei, die in der laufenden Saison ihr Können unter Beweis gestellt haben. Philipp Reusser, der zum Auftakt auf Armon Orlik trifft, triumphierte auf dem Brünig. Thomas Sempachs Name steht gar auf der Schwäg­alp-Siegerliste. Vor neun Jahren schwang er obenaus. Peter Schmutz zeigt sich kämpferisch. «Ziel bleibt es, jemanden in den Schlussgang zu bringen», sagt der Technische Leiter der Berner. Ein solcher Festverlauf käme jedoch einer grossen Überraschung gleich.

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