TERMINKALENDER: Fussball eine Woche vor Weihnachten: Wie es dazu kam

Kaum zu Ende, geht es bereits wieder los im Schweizer Fussball: Nicht wie gewohnt im neuen Jahr, sondern bereits dieses Wochenende wird die Rückrunde angepfiffen. Weshalb das so ist, erklärt Philippe Guggisberg, Mediensprecher der Liga.
Bis Mitte Dezember wird im Kybunpark Fussball gespielt. Der Ball ruht erst im Januar. (Bild: Ralph Ribi)

Bis Mitte Dezember wird im Kybunpark Fussball gespielt. Der Ball ruht erst im Januar. (Bild: Ralph Ribi)

Philippe Guggisberg, die Fussballer spielen bis kurz vor Weihnachten bei eisigen Temperaturen. Das dürfte einen Zuschauer-Minusrekord in den Stadien absetzen. Wieso werden die Spiele trotzdem in diesem Jahr ausgetragen?
Ein Grund der früheren Anspielzeit ist die im Sommer 2018 stattfindende WM in Russland. Ausserdem ist unseren Beobachtungen zufolge das Wetter im Januar und Februar tendenziell «winterlicher». Deshalb fiel der Entscheid, die zusätzliche Runde noch im Dezember auszutragen. Wie sich jetzt zeigt, ist das Wetter aber unberechenbar.


Philippe Guggisberg, Mediensprecher der Swiss Football League (SFL). (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Philippe Guggisberg, Mediensprecher der Swiss Football League (SFL). (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Der Januar ist "winterlicher", sagen Sie.Fussball kann man aber auch dann spielen.
Wir hätten die Spiele auch Ende Januar ansetzten können. Allerdings gilt der Januar tendenziell noch stärker als Wintermonat. Zudem gibt es dann starke Konkurrenz zum Skifahren.

Die WM findet aber nicht zum ersten Mal statt. Wieso war diesmal eine Anpassung im Spielplan nötig?
Es hat sich eine Veränderung im Datenplan ergeben. Der Länderspieltermin im März wurde auf 10 Tage erweitert, wodurch uns Spieldaten verlorengegangen sind.

Ist das der einzige Grund?
Nein. Die Fifa hat zudem den Termin für die Abstellung der Spieler unmittelbar vor der WM noch weiter nach vorne geschoben - auf den 20. Mai.

Wie haben die Vereine auf die Veränderung des Spielplans reagiert?
Es gab keine negativen Reaktionen.

Hat die Swiss Football League die Entscheidung selbst gefällt oder wurde vorab auch mit den Clubs gesprochen?
Den Entscheid über den Datenplan fällt das Komitee, in welchem neun Klubvertreter Einsitz haben. Die Klubs können auch jederzeit Anträge ans Komitee stellen. Somit kann nicht von «selbst» gesprochen werden. Aber es gab keine Reaktion von Seiten der Klubs. (lex)

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