Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

TENNISTHRON: Zweikampf um die Nummer eins

Nach den French Open belegen Roger Federer und Rafael Nadal die ersten beiden Plätze des Jahresrankings. Der Spanier hat gute Chancen, im Lauf des Sommers wieder die Nummer eins zu werden.
Marcel Hauck (sda), Paris
Der Spanier Rafael Nadal war im Juni 2014 letztmals die Weltnummer eins. (Bild: Tatyana Zenkovich/EPA (Paris, 11. Juni 2017))

Der Spanier Rafael Nadal war im Juni 2014 letztmals die Weltnummer eins. (Bild: Tatyana Zenkovich/EPA (Paris, 11. Juni 2017))

Marcel Hauck (SDA), Paris

Nur noch zwei Spieler kommen in Frage, das Jahr als Nummer eins der Welt zu beenden: Es sind mit dem 31-jährigen Rafael Nadal und dem 35-jährigen Roger Federer die beiden Tennisprofis, welche die ersten Grand-Slam-Turniere des Jahres gewonnen haben. Seit 2004 trug am Ende des Jahres immer einer der beiden Spieler die Krone, die nach den French Open im Jahresranking auf den ersten zwei Plätzen lagen. Der Vorteil liegt derzeit bei Nadal. Er hat in der ersten Jahreshälfte 2870 Punkte mehr gesammelt als der Baselbieter, was fast eineinhalb Grand-Slam-Siegen entspricht. Federer müsste wohl in Wimbledon gewinnen und an den US Open besser als Nadal abschneiden, um diesen hinter sich zu lassen. Hoffnungslos ist das Unterfangen nicht. In den vergangenen 13 Jahren schaffte es die Nummer zwei bei Halbzeit in fünf Fällen, den Leader noch zu überflügeln. Es ist wenig überraschend, dass es viermal Nadal war – 2007 und 2009 gegen Federer, 2012 und 2014 gegen Novak Djokovic –, der nach der Sandsaison vorne lag, diese Führung aber nicht verteidigen konnte.

Lange Durststrecke für Nadal und Federer

Zunächst dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis der neu zehnfache French-Open-Champion Nadal in diesem Sommer die Nummer eins übernimmt. Keiner hat bis und mit den US Open so wenige Punkte zu verteidigen wie er (270), nicht einmal Federer (900), der vergangenes Jahr nach Wimbledon seine Saison abbrach. Im Gegensatz dazu fallen dem aktuellen Weltranglistenersten Murray in den kommenden drei Monaten 3460 Zähler aus der Wertung. Sowohl für Nadal als auch für Federer wäre es eine Rückkehr an die Spitze nach langem Unterbruch. Der Spanier, der 2017 als Nummer neun begann, stand im Juni 2014 letztmals zuoberst. Bei Federer, der vor seinem Triumph an den Australian Open noch die Nummer 17 war, sind es sogar mehr als viereinhalb Jahre her, dass er im Oktober 2012 das ATP-Ranking anführte. Er würde Andre Agassi, der mit 33 Jahren und vier Monaten noch Leader war, als älteste Nummer eins der Geschichte ablösen, falls er es nochmals an die Spitze schaffen würde.

Für Stan Wawrinka dürfte die Nummer eins in diesem Jahr schwer zu erreichen sein. Dafür sind seine Resultate ausserhalb der Grand-Slam-Events zu schlecht. In Wimbledon kann er zwar voll punkten, danach fallen aber der Halbfinal in Toronto und vor allem die 2000 Punkte vom letztjährigen US-Open-Sieg aus der Wertung.

Federer ist nach seiner zweimonatigen Pause während der Sandsaison diese Woche als einziger Topspieler in Stuttgart bereits auf Rasen im Einsatz. Er spielt nächste Woche auch noch in Halle. Murray, Nadal und Wawrinka folgen nächste Woche im Londoner Queen’s Club, der entthronte Roland-Garros-Sieger Djokovic hat vorläufig kein Vorbereitungsturnier auf Wimbledon eingeplant.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.