TENNIS: Wiedersehen macht Freude

Im Sechzehntelfinal von Miami kommt es zur Begegnung zwischen Roger Federer und Juan Martin Del Potro. Die beiden stehen sich heute zum 21. Mal gegenüber.

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Roger Federer und Juan Martin Del Potro verstehen sich gut. (Bild: Yoan Valat/EPA (Paris, 1. November 2013))

Roger Federer und Juan Martin Del Potro verstehen sich gut. (Bild: Yoan Valat/EPA (Paris, 1. November 2013))

Roger Federer und Juan Martin Del Potro sind regelmässige Gegner auf der ATP-Tour. Heute in Miami werden sich die beiden jedoch zum ersten Mal seit den Masters in Paris Ende 2013 wieder gegenüberstehen. Del Potro setzte sich in der zweiten Runde gegen den Niederländer Robin Haase (ATP 48) problemlos mit 6:2, 6:4 durch und folgte Federer damit in die Sechzehntelfinals. Der Schweizer hatte zuvor den jungen Amerikaner Frances Tiafoe (ATP 101) mit 7:6 (7:2), 6:3 bezwungen und seine Saisonbilanz auf 14:1 Siege ausgebaut.

Dass ihm nach dem Sieg in Indian Wells nun in Miami die Kraft ausgehen könnte, glaubt Federer nicht: «Ich habe mich zwischen den beiden Turnieren gut ausgeruht. Ich habe wenig trainiert, aber wenn, dann mit Qualität. Und die Auftaktpartie hat mir gezeigt, dass ich einen guten Lauf habe.»

Süsse und bittere Erinnerungen

Er freue sich auf die Begegnung mit Del Potro, sagt Federer. «Wir haben einige epische Matches gegeneinander gespielt.» Von den bisherigen 20 Partien gewann der Baselbieter 15, darunter den Halbfinal auf dem Weg ­ zum einzigen French-Open-Titel 2009 oder jenen an den Olympischen Spielen in London mit 19:17 im Entscheidungssatz. Federer musste aber auch bittere Niederlagen einstecken. 2009 verlor er den US-Open-Final, und zweimal unterlag er dem 29-jährigen Argentinier im Endspiel der Swiss Indoors in Basel.

Schon vor einem Jahr hätten Federer und Del Potro in Miami aufeinandertreffen sollen. Doch damals sagte der Australian-Open-Champion wegen eines ­Virus kurzfristig ab. «Es ist vielleicht besser so. Diesmal sind wir beide stärker», so Federer. Del Potro stand vor einem Jahr am Anfang seines Comebacks nach seinen schwerwiegenden Handgelenksproblemen. Mittlerweile hat er sich an die Weltspitze zurückgekämpft und unter anderem die Olympia-Silbermedaille in Rio de Janeiro und den Daviscup gewonnen. In diesem Jahr fehlt dem Weltranglisten-34. zwar noch das überragende Resultat. Er schied bei seinen drei Turnierteilnahmen 2017 aber immer erst gegen einen Spieler aus den ersten Fünf der Weltrangliste aus.

Stan Wawrinka steht ebenfalls heute im Einsatz. Der topgesetzte Waadtländer, der beim 6:3, 6:4 gegen den Argentinier Horacio Zeballos eine tadellose Vorstellung zeigte, trifft am Turnier von Miami einen Tag vor seinem 32. Geburtstag erstmals auf den Tunesier Malek Jaziri. (sda)