TENNIS: Thurgauer Medaillen im Tessin

Derweil sich Hörnli-Spieler Jakub Paul an den nationalen Titelkämpfen der Junioren in Bellinzona Gold im Einzel und Silber im Doppel sichert, macht es Alina Granwehr aus Wilen bei Wil genau umgekehrt.

Marie-Theres Brühwiler
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Die Hallen-Schweizer-Meister Alina Granwehr und Jakub Paul waren auch auf Sand erfolgreich. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

Die Hallen-Schweizer-Meister Alina Granwehr und Jakub Paul waren auch auf Sand erfolgreich. (Bild: Marie-Theres Brühwiler)

Marie-Theres Brühwiler

sport@thurgauerzeitung.ch

Auf Jakub Paul (N3.44) ist an Schweizer Meisterschaften Verlass. Der Bündner Nachwuchsspieler, der seit vielen Jahren in Kreuzlingen lebt und trainiert, gewann bereits seine vierte Goldmedaille im Einzel. Der an Nummer zwei gesetzte Spieler des TC Hörnli dominierte seine Gegner in der Königskategorie der nationalen Junioren-Meisterschaften und musste nur gerade im Finalspiel gegen den topgesetzten Neuenburger Damien Wenger (N3.38) über die volle Distanz. Letztlich konnte aber auch Wenger nicht mit dem Hallenmeister mithalten. Der Entscheidungssatz ging gleich mit 6:0 an das Talent aus der Nationalen Elitesportschule Thurgau (NET).

Einen Tag zuvor hatte sich Paul an der Seite von Gabriel Currlin schon Silber im Doppel gesichert. Der 18-jährige Paul wird seine Trainingszelte nach den Sommerferien im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel aufschlagen und die PMS Kreuzlingen nach drei Semestern unterbrechen. «Vor allem längere Turnierabwesenheiten waren mit der Schule fast nicht mehr unter einen Hut zu bringen», sagte Paul, der seine Juniorenkarriere mit dem Double abschliesst.

Granwehr mit sich selber unzufrieden

Ihren zweiten Meistertitel im selben Jahr strebte auch Alina Granwehr (R1) aus Wilen an. Nachdem die am Donnerstag 14 Jahre alt gewordene Winter-Schweizer-Meisterin im Finalspiel gegen die Zentralschweizerin Kiara Cvetkovic (R1) ihr gewohnt schnelles Spiel aufziehen konnte und das Geschehen auf dem Court 2 in Bellinzona nach Belieben dominierte, schien eine weitere Goldmedaille bereits in Griffweite zu liegen. Ihre defensiv einstellte Gegnerin erhielt jedoch plötzlich die Überhand, eroberte Punkt um Punkt und machte die herrlichsten Angriffsbälle der offensiv aufspielenden Hinterthurgauerin zunichte. «Das hätte mir nicht passieren dürfen», resümierte Granwehr nach dem Final, den sie trotz einer 5:1-Führung und nach zwei Satzbällen mit 5:7 und 1:6 verlor.

Die tags zuvor im Doppel gewonnene Goldmedaille dürfte die Wilenerin, die nach den Sommerferien ebenfalls nach Biel umziehen wird und die Schweiz wie Paul an der EM vertreten wird, über die Niederlage im Einzel hinwegtrösten. Die ausgezeichnete Thurgauer Bilanz rundete die 11-jährige Mirabell Ehret Lopez ab. Die in Bottighofen wohnhafte R4-Spielerin spielte sich an ihren ersten Titelkämpfen als Ungesetzte in der Kategorie U12 bis in die Halbfinals vor. Lea Magun aus Frauenfeld (N4.57) bewies in der Kategorie U16 ihre grossen Fortschritte, musste sich aber in den Viertelfinals gegen die an Nummer zwei gesetzte Kristina Milenkovic (N3.40) geschlagen geben. Stark war auch die Vorstellung des Bergers Joel Alt (N4.114), der bei der U18 in den Viertelfinals scheiterte.

NET-Schülerin Melody Hefti gewann bei der U16 Bronze im Einzel und an der Seite von Sophie Lüscher Gold im Doppel. Die gute Bilanz der NET-Schüler rundeten Larissa Tschenett und Geremia Rossi mit ihren Silbermedaillen im Doppel ab.