TENNIS: Nadal festigt die Nummer eins

Rafael Nadal wird das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste beenden. Der Spanier kann nach dem Sieg in der zweiten Runde des Masters-1000-Turniers in Paris-Bercy von Roger Federer nicht mehr eingeholt werden.

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Gewinnt Rafael Nadal das Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy, ist er, was Titel in dieser Turnierkategorie angeht, alleiniger Rekordhalter vor Novak Djokovic. (Bild: Christophe Petit Tesson/EPA (Paris, 1. November 2017))

Gewinnt Rafael Nadal das Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy, ist er, was Titel in dieser Turnierkategorie angeht, alleiniger Rekordhalter vor Novak Djokovic. (Bild: Christophe Petit Tesson/EPA (Paris, 1. November 2017))

Der Spanier Rafael Nadal gewann gegen Chung Hyeon 7:5, 6:3 und wird damit seinen Vorsprung gegenüber Federer in der Weltrangliste am Montag auf mindestens 1550 Punkte ausbauen. Beim am Sonntag in einer Woche beginnenden Saisonfinale in London sind derweil höchsten 1500 Punkte zu gewinnen.

Zum vierten Mal nach 2008, 2010 und 2013 wird Nadal eine Saison als Nummer eins der Weltrangliste beenden. Öfter stan­den zum Jahresende nur Pete Sampras (sechsmal) sowie Roger Federer und Jimmy Connors (je fünfmal) an der Spitze des ATP-­Rankings. Noch nie seit der Ein­führung der Weltrangliste 1973 war der Beste der Saison älter als der 31-jährige Mallorquiner.

Starke Sandsaison bringt entscheidende Punkte

Nadal gewann in diesem Jahr bisher sechs Titel, darunter die French Open und die US Open, Federer sieben Turniere – darunter die Australian Open und Wimbledon. Dass der zehnfache Roland-Garros-Sieger in der Endabrechnung vor dem Baselbieter klassiert ist, liegt an der Sand­saison. Während Federer von Anfang April bis Mitte Juni keine Partie bestritt, sammelte Nadal in dieser Zeit 4680 Punkte.

Bislang ohne Triumph in Paris-Bercy

Seit dem 21. August ist Nadal die Nummer eins der Welt. In die laufende Saison war er als Nummer neun gestartet, Federer lag gar nur auf Platz 17. Natürlich sei es etwas Wichtiges, meinte Nadal zum Erreichten. «Doch die Saison ist noch nicht zu Ende, und es ist deshalb nicht der Moment, um gross darüber nachzudenken.»

Der 31-jährige Spanier kann in Paris-Bercy seinen 31. Masters-1000-Titel gewinnen, womit er in der zweithöchsten Turnierkategorie vor Novak Djokovic zum alleinigen Rekordsieger avancieren würde. Federer liegt in dieser Statistik bei 27 Titeln. Weder in Paris-Bercy noch bei den ATP-­Finals konnte Nadal bislang allerdings triumphieren. (sda)