TENNIS: Herkulesaufgabe für Hörnli-Team

Ab heute wird in der obersten Schweizer Spielklasse Interclub gespielt. Das Damenteam des TC Hörnli Kreuzlingen hat am ersten Spieltag eine schwere Aufgabe. Es startet auswärts gegen den mehrfachen Schweizer Meister Grasshopper ZH.

Marie-Theres Brühwiler
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Das NLA-Team nutzte den gestrigen nationalen Feiertag für ein letztes gemeinsames Training vor der Meisterschaft. (Bild: Mario Gaccioli)

Das NLA-Team nutzte den gestrigen nationalen Feiertag für ein letztes gemeinsames Training vor der Meisterschaft. (Bild: Mario Gaccioli)

TENNIS. Das NLA-Interclub-Abenteuer 2016 beginnt für die Damen des TC Hörnli Kreuzlingen mit einer Herkulesaufgabe. Das mit Abstand jüngste Team im Zirkel der vier Westschweizer und zwei Deutschschweizer Mannschaften trifft heute auswärts auf Rekordmeister Grasshopper ZH.

Routine gegen Jugend

Die von der Thurgauerin Vanessa Wellauer gecoachte und mit Abstand erfahrenste Schweizer Interclub-Mannschaft wird von erfolgreichen WTA-Spielerinnen wie Stefanie Vögele (WTA 103/N1.3) sowie den Finalistinnen des diesjährigen ITF Women's Circuit UBS Thurgau Kreuzlingen, Kristyna Pliskova (WTA 119/N1.3) und Amra Sadikovic (WTA 129/N1.4), angeführt. Derweil bei den Kreuzlingerinnen mit Laura Siegemund die Leaderin der letzten Jahre fehlt. Die erfolgreichste NLA-Hörnli-Spielerin hat als aktuelle Nummer 32 der Welt verständlicherweise ihren Fokus anders gesetzt.

Wichtige Erfahrungen

«Wir sehen den NLA-Interclub als Chance, um jungen Spielerinnen aus der ganzen Ostschweiz Erfahrungen im Oberhaus zu ermöglichen», erklärt Captain Ralph Zepfel. Obwohl die Thurgauerinnen mit dem deutlich schmaleren Budget als ihre Konkurrenz auskommen müssen, streben sie wie in den letzten Jahren den Ligaerhalt an. «Ich habe mir vorgenommen, Spiel für Spiel zu nehmen und einfach immer mein Bestes zu geben. Ich kann auf diesem hohen Niveau so oder so nur profitieren», freut sich beispielsweise die 16jährige Dussnangerin Nadine Keller (N4.49) auf ihr Début. Noch jünger als die amtierende Thurgauer Meisterin sind Simona Waltert (N3.25) aus Chur und die Schaffhauserin Leonie Küng (N3.26). Die beiden 15-Jährigen, die sich an den Schweizer Meisterschaften in der Kategorie U16 einen finalen Schlagabtausch der Extraklasse lieferten, sorgten mit ihren couragierten Auftritten bei ihren NLA-Premieren im TC Hörnli im letzten Jahr für Begeisterung. «Ich will so gut spielen, dass die Zuschauenden und ich Freude haben», verrät Leonie Küng vor ihren nächsten Einsätzen. Die Erfahrenste im Hörnli-Team ist die an Position zwei spielende Nina Stadler (N2.17). Der 21jährigen Toggenburgerin, die seit frühester Kindheit bei Ralph Zepfel trainiert, ist nach dem erfolgreichen Abschluss des Sport-KVs im neuen Status als Tennisprofi einiges zuzutrauen. Die ehemalige NET-Schülerin und U18-Schweizer-Meisterin Daniela Vukovic (N3.35) wird für Teileinsätze zur Verfügung stehen.

Nur auf einer Position verstärkt

Anders als die fünf Gegnerteams setzt Ralph Zepfel nur minim auf ausländische Verstärkung. Auf Position eins werden abwechslungsweise Anne Schäfer (WTA 221/N1.9) aus Deutschland und Laura Pous-Tio (WTA 233/N1.10) aus Spanien eingesetzt. Nach drei Auswärtsspielen bei GC (2. August), im Geneva Country Club (4. August) sowie im Centre Sportif de Cologny (6. August), hoffen die Hörnli-Spielerinnen dann am Sonntag, 7. August, gegen den TC Nyon und am Dienstag, 9. August, gegen den TC Stade Lausanne auf die Unterstützung des Heimpublikums. Die besten vier Teams aus den Gruppenspielen qualifizieren sich für die Finalrunde vom 13./14. August in Lausanne.

www.tchoernli.ch