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TENNIS: Grimms kräftiges Lebenszeichen

Drei Jahre nach der Premiere hat es Chiara Grimm in Sharm El Sheikh vergangene Woche zum zweitenmal in ihrer Karriere in den Einzelfinal eines Profiturniers geschafft. Die Tägerwilerin beendet damit eine längere Durststrecke.
Marie-Theres Brühwiler
Chiara Grimm hatte in Ägypten erst im Final gegen eine Rumänin das Nachsehen. (Bild: Mario Gaccioli)

Chiara Grimm hatte in Ägypten erst im Final gegen eine Rumänin das Nachsehen. (Bild: Mario Gaccioli)

TENNIS. «Mir geht es sehr gut und ich bin bereit für die nächsten Turnierwochen», freute sich Chiara Grimm, nachdem sie in Sharm el Sheikh (Ägypten) im Einzel zum zweitenmal in ihrer Karriere in den Final eines ITF- 10 000-Dollar-Turniers gestürmt war. So viel Selbstvertrauen hat die 19-Jährige schon lange nicht mehr ausgestrahlt. Als Juniorin gewann sie in allen Alterskategorien den nationalen Meistertitel, als 14- und 16-Jährige wurde sie je einmal Junioren-Doppel- sowie U16-Team-Europameisterin und vor drei Jahren debütierte sie mit zwei Turniersiegen im Doppel bereits auf der internationalen Profitour erfolgreich.

Aus der Negativspirale

Gelang ihr früher scheinbar alles mühelos, schien Chiara Grimm in den vergangenen zwei Jahren das Verletzungspech an den Fersen zu kleben. Die Tägerwilerin musste mehrere Operationen über sich ergehen lassen, verpasste unter anderem auch wichtige Turniere vor ihrer Haustüre oder trat dort angeschlagen an. Die Negativspirale begann sich zu drehen. «Ich musste etwas ändern», erinnert sich Chiara Grimm an den Tiefpunkt im vergangenen Jahr. Im Konstanzer Wettkampftrainer Alexander Hizli fand sie nicht nur einen neuen Coach mit viel Erfahrung, sondern tankte auch neue Zuversicht. Grössere technische Umstellungen folgten. Und diese scheinen sich zu lohnen, wie die Resultate von vergangener Woche belegen. Chiara Grimm besiegte besser klassierte Spielerinnen aus Kasachstan, Russland, Indien und China und hatte schliesslich erst im Final gegen die Rumänin Jacqueline Adina Cristian das Nachsehen. Mit den sieben gewonnenen WTA-Punkten kann die Thurgauerin auch auf der Weltrangliste endlich wieder Fuss fassen.

Hartes Training lohnt sich

«Chiara macht derzeit in allen Bereichen grosse Fortschritte. Schon bei den Turnieren zuvor in Frankreich hatte ich das Gefühl, dass der Knoten bald gelöst ist», gibt Trainer Alexander Hizli zu verstehen. Ähnlich zuversichtlich war auch Chiara Grimm selbst. «Ich habe in den letzten Monaten sehr hart trainiert und mich dabei sehr gut gefühlt.» Obwohl es im Ernstkampf nicht auf Anhieb klappen wollte, habe sie weiterhin an sich geglaubt und jeden Tag konzentriert weitergearbeitet.

Ihren guten Lauf will die Absolventin der Pädagogischen Mittelschule Kreuzlingen diese Woche beim 10 000 ITF in Sassuolo (Italien) und beim nächsten grossen Turnier auf der Lenzerheide ab 18. Juni nutzen. Nach einer so langen Verletzungspause fehle es jedoch an Konstanz. «Im Moment ist es deshalb nicht entscheidend, ob sie an einem Turnier einen oder zehn WTA-Punkte gewinnt.» Viel wichtiger sei, dass sie sich weiterentwickle, dämpft Alexander Hizli. «So oder so werde ich den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen und alles geben», erklärt Chiara Grimm, die als Absolventin der PMS Kreuzlingen täglich den schwierigen Balanceakt zwischen Schule und Spitzensport vollbringt.

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