TENNIS: Die Schweizerinnen im Fokus

Ab Montag wird in Gstaad die Ladies Championship ausgetragen. Titelverteidigerin ist die Schweizerin Viktorija Golubic.

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Im vergangenen Jahr schlugen erstmals seit 2008 wieder Profis der WTA-Tour in der Schweiz auf. Dabei brillierten die Einheimischen und stellten mit der späteren Siegerin Viktorija Golubic, Timea Bacsinszky und Rebeka Masarova erstmals auf höchstem Niveau drei Halbfinalistinnen. Nur zwei aus dem Trio sind in diesem Jahr erneut dabei.

Die Hiobsbotschaft erreichte die Organisatoren vor wenigen Tagen: Bacsinszky hat sich noch nicht ausreichend von ihrer in Wimbledon zugezogenen Muskelverletzung im Oberschenkel erholt und musste kurzfristig absagen. Weil auch die schon länger von der Tour abwesende Belinda Bencic wie 2016 in Gstaad nicht am Start ist, muss das Turnier ohne die in den vergangenen Saisons erfolgreichsten Schweizer Einzel-Spielerinnen auskommen.

Ausländischer Publikumsmagnet fehlt

Ohne Bacsinszky sind zwar noch vier Top-50-Spielerinnen dabei, doch der grosse ausländische Publikumsmagnet fehlt. Die als Nummer eins gesetzte Französin Caroline Garcia und die niederländische Vorjahresfinalistin Kiki Bertens sind die renommiertesten Herausfordererinnen der Schweizerinnen. Samantha Stosur, die US-Open-Siegerin 2011, und die in Wimbledon mit einer Knieverletzung ausgeschiedene Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands mussten Forfait erklären.

Turnierdirektor Jeff Collet blickte vor allem wegen des Schweizer Höhenflugs positiv auf die erste Ausgabe des WTA-Anlasses zurück. Denn finanziell blieb das Turnier unter den Erwartungen, rund eine halbe Million Franken betrug das Defizit. «Wir sehen das aber als Investition in die Zukunft», so Collet, der im vergangenen Jahr mitansehen musste, wie der Dauerregen vier Tage lang fast jegliches Spielen verhinderte. (sda)