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TENNIS: «Die Leute finden es attraktiver als in Gstaad»

Die Begegnungen neben den Plätzen ist für Turnierdirektor Mäx Andys ebenso wichtig wie die Begegnungen auf den Courts. Damit ist schon viel gesagt über den Charakter des Bodensee-Open in Egnach. Heute beginnt die achte Austragung.
Matthias Hafen

Mäx Andys, wie hat sich das Bodensee-Open in den vergangenen Jahren entwickelt?

Ziemlich rasant. Was einst als Jux angefangen hat, ist heute fast schon ein Grossanlass, der ohne Unterstützung von Sponsoren so nicht mehr möglich wäre. Das Bodensee-Open ist heute dafür bekannt, nebst hochstehendem Tennis vor allem eine schöne Ambiance zu bieten.

Wie ist das zu verstehen?

Wir haben in diesem Jahr zum Beispiel neu eine Sunset Lounge, in der Drinks und Musik genossen werden können, während man mit bester Sicht auf den Centre Court die Spiele verfolgt. Uns waren die Begegnungen neben den Plätzen schon immer gleich wichtig wie die Begegnungen auf den Courts. Dazu gehört eben auch ein gemütliches Beisammensein unter Sportbegeisterten.

Wie reagieren die Zuschauer auf die Ausrichtung des Turniers?

Durchwegs positiv. Wir haben eine konstante Fangemeinde, die sich je nach Wetter zwischen 1500 und 3000 Zuschauern pro Austragung bewegt. Eintritt verlangen wir ja keinen. Einnahmen generieren wir ausschliesslich mit der Gastronomie. Die Ambiance im Tenniscenter Egnach kommt dabei immer besonders gut an. Viele Leute sagten mir schon, dass das Drumherum attraktiver und liebevoller gestaltet sei als an den Turnieren in Gstaad und Basel.

Und welchen Stellenwert hat das Bodensee-Open aus sportlicher Sicht?

Es ist das grösste Preisgeldturnier Europas. Natürlich, bei uns gibt es keine ATP- oder WTA-Punkte zu holen. Aber das Turnier ist international bekannt und geniesst einen guten Ruf.

Weshalb gibt es in Egnach keine Weltranglistenpunkte zu holen?

Dann müssten wir ein anderes Turnier organisieren, das mit den Qualifikationen über eine Woche dauern würde. Das können und wollen wir nicht, weil Franco Baldella und ich (die beiden Turnierdirektoren, Red.) zu hundert Prozent arbeiten. Für uns ist das Freizeit und nicht Beruf. Zudem könnten wir es nicht verantworten, den Tennisclub eineinhalb Wochen zu schliessen.

Das heisst, Sie erhalten auch keine Unterstützung vom nationalen Verband Swiss Tennis?

Wir hören von Swiss Tennis zwar immer wieder, wie gut das Turnier organisiert sei. Unterstützung erhalten wir aber keine. Das Bodensee-Open ist das Werk von tennisbegeisterten Idealisten.

Matthias Hafen

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