TENNIS: Bereit für Wimbledon

Seit zwölf Monaten verfolgt Roger Federer ein Ziel: den achten Titel in Wimbledon. Der Baselbieter ist auf Kurs.

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Die Fragen nach seiner Rekordjagd in Wimbledon wollte Roger Federer lange Zeit nicht hören. «Für mich ist das kein Vorbereitungsturnier», sagte er während des ATP-Turniers in Halle: «Ich finde es etwas respektlos und schade, Halle als solches abzustempeln.» Die vier Grand Slams, darunter auch die Championships im Südwesten Londons, werden für den Geschmack des 35-Jährigen auf ein «abnormales Level» gehievt. Jeder Titel hat für Federer einen eigenen Wert. Nach seinem neunten Triumph in Halle und der Glanzleistung beim 6:1, 6:3 im Final gegen Alexander Zverev erinnerte sich Federer an das vergangene Jahr, als sein «Knie in der Rasensaison nie gut wurde», und ihm Zweifel kamen, «ob ich je wieder Halle gewinnen kann».

Ein Jahr später sind die Beschwerden und Bedenken verschwunden. Nach einer Reihe richtiger Entscheidungen bei der Turnierplanung und vier denkwürdigen Erfolgen in Melbourne, Indian Wells, Miami und Halle sagt Federer: «Ich bin bereit für Wimbledon.» An der Church Road kann er ab Montag das nächste Kapitel Tennisgeschichte schreiben und sich mit seinem achten Titel zum alleinigen Rekordhalter krönen. Während seine Konkurrenten Andy Murray, Stan Wawrinka und Milos Raonic beim Parallelturnier im Queen’s Club überraschend früh scheiterten und Novak Djokovic sich weiterhin auf Sinnsuche befindet, stimmt Federers Kurs. (sid)

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