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TENNIS: Auf Kurs Richtung Nummer eins

Roger Federer erreicht in Montréal mit einem 6:4, 6:4-Sieg gegen den Spanier Roberto Bautista Agut die Halbfinals. Nun trifft er auf Robin Haase und hat gute Chancen, wieder der Weltranglistenerste zu werden.
Roger Federer kann in zehn Tagen die älteste Nummer eins der Geschichte werden. (Bild: André Pichette/EPA)

Roger Federer kann in zehn Tagen die älteste Nummer eins der Geschichte werden. (Bild: André Pichette/EPA)

Roger Federer zeigte sich gegen die Nummer 16 der Welt deutlich besser als am Donnerstag beim eher mühsam erkämpften Dreisatzerfolg gegen Bautista Aguts Landsmann David Ferrer. Obwohl die Bedingungen mit mehr Wind schwieriger waren als am Vortag, fand er von Anfang einen guten Rhythmus und schlug sehr gut auf. Zwar beging er auch diesmal 25 unerzwungene Fehler, seine Bälle hatten aber wesentlich mehr Zug und bei 26 Netzangriffen gewann er 20-mal den Punkt.

Die Entscheidung fiel am Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes. Als Federer beim Stand von 4:4 zu seinen ersten Breakbällen kam, half der Spanier mit einem Doppelfehler. Im gesamten ersten Satz gab Federer bei eigenem Service nur gerade drei Punkte ab. Das einzige schwächere Aufschlagspiel leistete sich der Basler im zweiten Durchgang, als er ein erstes Break zum 1:1 gleich wieder preisgab. Der 36-jährige Basler nahm Bautista Agut aber gleich im nächsten Game wieder den Aufschlag ab. Später musste Federer nochmals zwei Breakbälle abwehren, nach 68 Minuten verwertete er aber seinen ersten Matchball zum nie gefährdeten Sieg.

Als virtuelle Nummer eins nach Cincinnati?

Gegner im Halbfinal ist heute der Niederländer Robin Haase. Die bisher einzige Partie gegen die Nummer 52 der Welt gewann Federer vor fünf Jahren im Davis-Cup sehr deutlich. Nach der sensationellen Niederlage Rafael Nadals gegen den jungen Kanadier Denis Shapovalov, die Nummer 143 der Welt, ist damit die Türe zur Nummer eins für Federer weit geöffnet. Wenn er das Turnier in Montréal gewinnen sollte, würde er bis auf zehn Punkte zu Nadal aufschliessen. An der Spitze der Weltrangliste wird am Montag noch einmal Andy Murray stehen, der Schotte, der nach Montréal auch in Cincinnati wegen einer Hüftverletzung fehlt, wird aber die Nummer eins auf jeden Fall abgeben müssen, da ihm die 600 Punkte vom letztjährigen Final aus der Wertung fallen. Weil auch Nadal 90 Zähler verliert, würde Federer als virtueller Leader ins Turnier in Cincinnati starten, das er ­bereits siebenmal gewonnen hat. Er müsste einfach mindestens gleich weit kommen wie Nadal, um am 21. August mit 36 Jahren die älteste Nummer eins der Geschichte zu werden. Der Spanier sprach denn auch nach dem Misserfolg gegen Shapovalov im Tiebreak des dritten Satzes von der «schlimmsten Niederlage in diesem Jahr», weil er eine grosse Chance verpasst habe.

Nadal hätte in Montréal mindestens den Halbfinal erreichen müssen, um Murray an der Spitze der Weltrangliste abzulösen. Der 18-jährige Shapovalov, im vergangenen Jahr Juniorensieger in Wimbledon und aktuell die Nummer 143 der Welt, gewann aber in zweidreiviertel Stunden 3:6, 6:4, 7:6 (7:4). Im dritten Satz zeigte Nadal überraschend Nerven. Der 31-jährige Spanier vergab sämtliche sechs Breakmöglichkeiten. (sda)

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