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Teamchef fordert zehn Medaillen

Erstmals vertritt an der Armbrust-WM in Wil bei der Elite ein reines Frauenteam die Schweiz. Die Einheimischen gehören über 30 m und 10 m zum absoluten Favoritenkreis. Mit dabei erstmals die Thurgauerin Andrea Bürge.
Urs Huwyler
Andrea Bürge will nach nur viermonatiger Vorbereitungsphase im WM-Team überzeugen. (Bild: Urs Huwyler)

Andrea Bürge will nach nur viermonatiger Vorbereitungsphase im WM-Team überzeugen. (Bild: Urs Huwyler)

ARMBRUST. Die Schweizer Meisterin Sonja Haller-Staub (Au/ZH) möchte bei ihrem internationalen Comeback über 30 m Open (Königsdisziplin) an der Seite der internen Qualifikationssiegerin Monika Zahnd (Kandergrund) sowie der mehrfachen Weltmeisterin Irene Beyeler (Schwarzenburg) Geschichte schreiben. Noch nie haben im Kampf um die Team-Startplätze drei Frauen alle Männer ausgestochen. Im Einzel (fünf Starter) rücken auf den Positionen 4 (Stephan Loretz/Bürglen UR) und 5 (Renato Harlacher/Rümlang) zwei erfahrene Internationale nach.

Bürge als Neuling

Auf der Kurzdistanz 10 m (Frauen und Männer getrennte Kategorien) ersetzt Armbrust-Neuling Andrea Bürge-Brühlmann (Lütisburg) die Bernerin Monika Zahnd. Bürge wurde nach der für sie bitteren Nichtselektion für die Olympischen Spiele in London innert nur vier Monaten von der Gewehr- zur Armbrustschützin umfunktioniert. Gelingen der Thurgauerin (die jetzt mit Marcel Bürge verheiratet ist und in Lütisburg wohnt) wie in der letzten Qualifikation auch an der WM 396 Punkte (von 400), gehört sie mit Europameisterin und Tirols Sportlerin des Jahres, Franziska Peer (Ö), zum Kreis der Podestplatz-Anwärterinnen.

Zehn Nationen

Bei den Männern liess der eidgenössische Vizekönig Stephan Loretz in Abwesenheit von Olympia-Schütze Simon Beyeler (Schwarzenburg) neben dem 300-m-Weltmeister Olivier Schaffter (Bassecourt) auch Renato Harlacher, den mehrfachen U23-Weltmeister Claude-Alain Delley (St-Aubin) und den eidgenössischen Schützenkönig Christof Arnold (Baar) hinter sich. Sie gehören ebenfalls zum WM-Aufgebot.

Der frühere Weltklasse-Schütze Gerold Pfister (Wolfertswil) fordert als Chef Nationalmannschaft zehn Medaillen von den 17 Schützen. «Obwohl wir diesmal nicht in Bestbesetzung antreten können, erwartete ich vor allem über 30 m Podestplätze. An der WM 2010 in Frankreich gewann die Schweiz auf der Langdistanz sechs von acht Titeln», will Pfister nichts von zu hohen Erwartungen wissen.

Zwei junge Thurgauer

Die junge Frauenfelderin Petra Kneubühl, Delley (Junioren), Zahnd und Beyeler (Elite) gehörten damals den Gold-Teams an, Delley wurde zudem Einzel-Weltmeister. Neben Kneubühl gehört auch Joel Brüschweiler aus Hefenhofen zur Equipe. Beide stehen über 10 m und 30 m im Einsatz, und beide sind ebenfalls weit vorne zu erwarten. Vor allem vom Talent Brüschweiler können durchaus sogar Medaillen erwartet werden.

Die Favoriten

Als grösste Rivalen sieht Gerold Pfister die Deutschen, Österreicher und Franzosen sowie Athleten aus Russland, Ungarn und Slowenien. Als Aussenseiter schätzt er die Holländer, Slowaken und Serben ein. Die Deutschen und Schweizer starten in allen Kategorien, die Russen reisen mit einer U23-Mannschaft an.

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