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TALENT: 17-Jährige triumphiert in Biel

Die Tschechin Marketa Vondrousova holt sich den Sieg an den Bieler Ladies Open. Das Duo Martina Hingis/Timea Bacsinszky erreicht den Doppel-Final, den die Schweizerinnen aber verlieren.
Rolf Bichsel (sda)
Marketa Vondrousova gewinnt zum ersten Mal ein WTA-Turnier. Es ist erst ihr drittes Turnier überhaupt. (Bild: Peter Klaunzer/KEY)

Marketa Vondrousova gewinnt zum ersten Mal ein WTA-Turnier. Es ist erst ihr drittes Turnier überhaupt. (Bild: Peter Klaunzer/KEY)

Rolf Bichsel (SDA)

Die Premiere der Bieler Ladies Open endete mit einem Aussenseitersieg. Die 17-jährige Tschechin Marketa Vondrousova, in der Weltrangliste an 233. Stelle klassiert, holte sich in ihrem erst dritten WTA-Turnier den Turniersieg.

Für den Höhepunkt aus Schweizer Sicht war nach den frühen Niederlagen im Einzel von Rebeka Masarova, Belinda Bencic und Viktorija Golubic das Doppel Timea Bacsinszky/Martina Hingis verantwortlich. Acht Monate nach dem Gewinn der Silbermedaille an den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro endete auch das zweite gemeinsame Turnier für Bacsinszky und Hingis mit einer Finalniederlage. Die Schweizerinnen unterlagen den als Nummer zwei gesetzten Hsieh Su-Wei/Monica Niculescu in 106 Minuten 7:5, 3:6, 7:10.

Die rund 2000 Zuschauer am Finaltag hatten aber ihre helle Freude am Auftritt von Bacsinszky und Hingis. Und die Spielerinnen strahlten trotz des verlorenen Finals nachher schnell wieder. «Es war herrlich, dieses Turnier mit Timea zu spielen und die Olympiastimmung ein wenig aufzufrischen», sagte Hingis. Bacsinszky und Hingis unterlagen im Final durchaus starken Gegnerinnen. Die Taiwanerin Hsieh triumphierte im Doppel sowohl in Wimbledon als auch an den French Open und führte vor drei Jahren die Doppelweltrangliste an, in der auch die Rumänin Niculescu schon zu den besten 15 Spielerinnen gehörte.

Auch Bencic im Fedcup mit dabei

Unmittelbar nach dem Bieler Turnier flog das Schweizer Frauenteam nach Minsk, wo am nächsten Wochenende der Fedcup-Halbfinal gegen Weissrussland gespielt wird. Die zuletzt angeschlagen wirkende Ostschweizerin Bencic gab grünes Licht für die Partien.

Die Siegerin der erstmaligen Austragung, die Juniorin Vondrousova, hatte vor einer Woche noch gebangt, ob es ihr überhaupt ins Qualifikationstableau reichen würde. Danach stürmte sie mit acht Erfolgen hintereinander zum Turniersieg. Im Hauptfeld gab sie in fünf Partien keinen Satz ab. Im Halbfinal bezwang sie die topgesetzte Barbora Strycova (WTA 18) mit 7:6 (7:3), 6:2; den Final gegen die Estin Anett Kontaveit (WTA 99) gewann sie nach zwei abgewehrten Satzbällen 6:4, 7:6 (8:6). Vondrousovas Erkenntnis der Bieler Tenniswoche: «Mir war gar nicht bewusst, dass ich so gut Tennis spielen kann.»

Womöglich gehört Vondrousova die Zukunft. Als vor mehr als 20 Jahren das European Open in Luzern erstmals über den WTA-Tour-Status verfügte, triumphierte ebenfalls eine 17-jährige Aussenseiterin. Die damals unbekannte Siegerin, die Amerikanerin Lindsay Davenport, wurde später die Nummer eins der Welt. Vondrousova verbessert sich in der Weltrangliste auf Position 117. Vondrousova: «Und ich darf alle Planungen für die nächsten Wochen umstellen.»

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