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Supertalent muss über die Bücher

Stefan Küng ist der wohl beste 22jährige Radprofi. Seit anderthalb Jahren setzte es für den Thurgauer aber immer wieder Rückschläge ab. In der vergangenen Woche stürzte er einmal mehr schwer und musste in St. Gallen operiert werden.
Daniel Good
Stefan Küng, die Lokomotive des Schweizer Bahnvierers. (Bild: ky/Thomas Hodel)

Stefan Küng, die Lokomotive des Schweizer Bahnvierers. (Bild: ky/Thomas Hodel)

RAD. Er wollte Fabian Cancellara, den Olympiasieger und Rekordweltmeister, besiegen. Zurück blieb ein Haufen Elend. Stefan Küng war im Unterwallis bei Martigny mit deutlich mehr als 60 Stundenkilometern unterwegs. Er fühlte sich gut. Schnell. Wie in Trance. Aber er stürzte an der Schweizer Meisterschaft im Zeitfahren einmal mehr schwer. Es überschlug ihn mehrmals. Einmal mehr wäre die Karriere Küngs als Veloprofi fast beendet gewesen, obwohl er im November erst 23jährig wird.

Der Thurgauer aus Wilen bei Wil hat grosse Perspektiven. Er kann mindestens so gut werden wie Cancellara. Aber er ist ungestüm. Sehr ehrgeizig. Seit dem vergangenen Mittwoch ist er im Spital. Am Freitag wurde er im Kantonsspital St. Gallen operiert. Am Schlüsselbein. An der Hand. Das ebenfalls in Mitleidenschaft gezogene Schambein wird konservativ – ohne Operation – geheilt. Dazu kommen Prellungen und Schürfungen an fast allen Körperteilen.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 28. Juni.

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