SUPER LEAGUE: YB weiter makellos

Die Young Boys bleiben in Schwung. Sie gewinnen daheim gegen Lausanne problemlos 3:0, während Rekordmeister GC in Luzern den ersten Saisonpunkt holt.

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Kevin Mbabu setzt sich durch, auch er schwimmt mit YB auf der Erfolgswelle. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

Kevin Mbabu setzt sich durch, auch er schwimmt mit YB auf der Erfolgswelle. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

3 Spiele, 9 Punkte, 9:0 Tore. Ein derart guter Start in die Meisterschaft glückte den Young Boys zuletzt 2013. Damals gewannen sie sogar die ersten fünf Spiele, bevor sie im Herbst stark abbauten. Bis jetzt konnte sie in der Super League aber noch niemand stoppen, auch Lausanne nicht. Zwar setzte es für die Waadtländer im Stade de Suisse kein 2:7 wie vor einem Jahr ab, und dennoch waren die Unterschiede in jeder Hinsicht gross.

Der Mann des Spiels beim 3:0 der Berner war Doppeltorschütze Leonardo Bertone. Für die Partie gegen Lausanne erhielt er im Aufbauzentrum den Vorzug vor Djibril Sow. Der Italoberner zeigte seine Qualitäten auf eindrückliche Weise. Zwei satte Schüsse – der erste nach einer Cornervariante, der zweite nach einem schnellen Durchspiel vor dem Strafraum – führten innerhalb von sechs Minuten zur 2:0-Führung. Auch Yoric Ravet bewies, welch grossen Wert er in der Mannschaft darstellt. Der Franzose bereitete beide Tore Bertones vor, und nach 38 Minuten schlug er vor der eigenen Torlinie den Ball akrobatisch weg. Die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini hatte kaum je die Möglichkeit, zu reagieren und YB in irgendeiner Art zu bedrängen. Ein deutlicheres Ergebnis als das 3:0 wäre nach dem Spielverlauf logischer gewesen.

Vier Tore, drei Platzverweise

Derweil lieferten sich Luzern und die Grasshoppers ein spektakuläres und sehr emotionales Spiel. GC führte trotz fast 60-minütiger Unterzahl 2:0, am Ende resultierte beim 2:2 der erste Punktgewinn der Saison. Vier Tore, drei Platzverweise, acht Verwarnungen und jede Menge Hektik: Die Partie zwischen Luzern und den Grasshoppers lieferte in 93 Minuten diverse Geschichten. Angefangen beim 1:0 für GC durch den enteilten Ridge Munsy, dem ersten Saisontreffer der Zürcher nach 187 Minuten (Klub-Negativrekord seit Einführung der Super League 2003). Der Ausschluss gegen Charles Pickel nach zwei gelben Karten brachte GC nicht aus dem Konzept. Und just in der bis dahin dominantesten Phase der Zentralschweizer führte ein Stockfehler von Hekuran Kryeziu im eigenen Strafraum zum 2:0.

Schliesslich kassierte GC aber in der Schlussviertelstunde noch zwei Gegentreffer und der Luzerner Trainer Markus Babbel sagte: «Das sah aus wie Handball, wenn man permanent am Kreis herumtigert.» (sda)