Super-League-Start
Der FC St.Gallen vor dem Saisonstart: Stergiou-Gerüchte, viel Zuversicht und ein aufgestocktes Budget

Der FC St.Gallen startet am Samstagabend in Lausanne in eine schwierige Saison. An der Vorsaison-Pressekonferenz strahlt das Führungstrio viel Zuversicht aus. Die Ambitionen sind gross, trotz verhältnismässig tiefem Budget. Noch ist offen, ob auch Leonidas Stergiou mit den Ostschweizern in die Saison startet.

Ralf Streule
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Neue Spielzeit, alter Optimismus: «Wir wollen mit drei Punkten in die Saison starten», sagt Trainer Peter Zeidler.

Neue Spielzeit, alter Optimismus: «Wir wollen mit drei Punkten in die Saison starten», sagt Trainer Peter Zeidler.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus

Am Samstagabend, 20.30 Uhr, startet der FC St.Gallen in Lausanne in die Saison. Wie so oft zu Beginn einer Spielzeit ist die Ausgangslage offen, die Unabwägbarkeiten gross. Wie machen sich die Neuen? Wie schwer wiegen die Abgänge? Gestern gab das Dreiergespann mit Präsident Matthias Hüppi, Sportchef Alain Sutter und Trainer Peter Zeidler auf solche Fragen mögliche Antworten – natürlich von Optimismus geprägte Antworten.

Sutter: «Stergiou gehört dem Kader des FC St.Gallen an.»

Leonidas Stergiou (links) im Testspiel gegen Bild: Athletic Bilbao.

Leonidas Stergiou (links) im Testspiel gegen Bild: Athletic Bilbao.

Claudio Thoma/Freshfocus

Die brennendste Frage aber blieb am Freitag unbeantwortet. Stimmt die Vermutung des «Blick», dass Innenverteidiger Leonidas Stergiou für kolportierte rund vier Millionen Euro zum FC Genua in die Serie A wechselt? Sutters Antwort: «Stergiou gehört weiter dem Kader des FC St. Gallen an.» Und kann man davon ausgehen, dass der hoch talentierte 19-Jährige mit den St. Gallern nach Lausanne reist? Sutters Antwort: «Stergiou gehört weiter dem Kader des FC St. Gallen an.» Keine Stellungnahme zu Gerüchten also – da bleibt sich die St. Galler Führung treu.

Budget konnte um 200'000 Franken aufgestockt werden

Auch dem «St.Galler Weg» wolle man treu bleiben, erklärte Hüppi. Während Corona habe das Vertrauen in den Klub nicht etwa gelitten, sondern sei im Gegenteil weiter gestärkt worden. Hüppi sprach die über 6000 Zuschauer bei der Partie gegen Athletic Bilbao an. Hüppi sagt:

Präsident Matthias Hüppi.

Präsident Matthias Hüppi.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus
«Wo sieht man das in einem Testspiel sonst?»

Auch die über 10'000 verkauften Saisonabos, sowie neu dazugekommene Gönner, Logenmieter und Sponsoren zeigten, dass sich die ruhige Arbeit der vergangenen Jahre ausbezahle. Die zuschauerfreie Coronazeit habe man überstanden, ohne Bundesdarlehen aufnehmen zu müssen. Bis jetzt blieb es bei A-Fonds-Perdu-Beiträgen für ausgefallene Zuschauereinnahmen. Dass wirtschaftlich vieles im Lot ist, zeigt die Tatsache, dass das Budget der ersten Mannschaft von 7,6 auf 7,8 Millionen Franken aufgestockt wurde.

Neue Lösungen für Kamberi, Gonzalez und Campos gesucht

Sportchef Alain Sutter.

Sportchef Alain Sutter.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus

Das St.Galler Budget bleibt aber eines der kleinsten, wenn nicht das kleinste der Liga. Dennoch ist Sutter überzeugt, ein konkurrenzfähiges Kader zusammengestellt zu haben.

«Natürlich sind wir nicht Meisterschaftsfavorit. Aber wir bleiben ambitioniert.»

Es sei kein Nachteil, dass Zeidler in seine vierte Saison steige – und die Automatismen im Team immer besser greifen.

Mit dem Zuzug von eigenen jungen Spielern wie Alessio Besio und weiteren Verstärkungen ist das Kader mit über 30 Spielern noch zu gross. Für Spieler wie Florian Kamberi, Lorenzo Gonzalez und Angelo Campos werden gemäss Sutter neue Lösungen gesucht.

Gerangel im Kader, vor allem im Sturm

Bleibt die Vorschau aufs erste Spiel. In Lausanne warte eine junge Mannschaft mit viel Talent auf St. Gallen, sagte Zeidler. Das Ziel sei dennoch, mit drei Punkten in die Saison zu starten. Über mögliche Aufstellungen liess er sich nichts entlocken. Gerade im Sturm, wo Besio, Boris Babic, Fabian Schubert, Kwadwo Duah und Thody Élie Youan um Einsätze kämpfen, sei die Entscheidung noch nicht gefallen. Das Kader habe erfreulicherweise an «Konkurrenzsituationen» gewonnen, so formulierte es Sutter.

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