Super League
Der FC St.Gallen steht wirtschaftlich auf gesunden Füssen – trotz Pandemie

Der Klub gibt für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Gewinn von knapp einer Million Franken bekannt. Und nennt dafür vier Gründe.

Renato Schatz
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Haben den FC St.Gallen wirtschaftlich gut durch die Pandemie geführt: Präsident Matthias Hüppi und Sportchef Alain Sutter.

Haben den FC St.Gallen wirtschaftlich gut durch die Pandemie geführt: Präsident Matthias Hüppi und Sportchef Alain Sutter.

Bild: Ralph Ribi

Der FC St.Gallen ist am Sonntagabend auf den Barragerang abgerutscht. Er hat in elf Spielen erst neun Punkte gesammelt. Die Zahlen im Klassement der Super League sind nicht gut. Dafür aber jene im Milchbüchlein. Das Geschäftsjahr 2020/21 weist einen Gewinn von rund 880'000 Franken aus.

Das ist allerhand. Denn da ist eine Pandemie, die zur Folge hatte, dass 17 der insgesamt 18 Heimspiele der vergangenen Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Der Klub erwirtschaftete deshalb nur halb so viele Ticket- und Cateringeinnahmen wie noch in der Spielzeit davor. In Zahlen: 5,3 Millionen Franken statt 10,5.

Ohne Massnahmen und Hilfe zehn Millionen Franken Verlust

Warum schreibt der FC St.Gallen also nicht rote Zahlen? Im Communiqué ist von «vier Faktoren» die Rede, die die «wirtschaftliche Situation entschärft» hätten. Die da wären: Die Solidarität der Menschen, die es mit dem Klub halten, striktes Kostenmanagement, Transfererträge sowie À-fonds-perdu-Beiträge.

Ohne diese «unterschiedliche Faktoren», schreiben die St.Galler weiter, «hätte der Verlust beim FC St.Gallen rund zehn Millionen Franken betragen». Doch das tut er nicht.

Weil Fans, Donatoren und Sponsoren dem Klub die Stange halten und mehrheitlich die Kompensationsvorschläge für nicht erfüllte Leistungen wie einen Stadionbesuch angenommen haben. Weil Angestellte auf Lohn verzichteten und in Kurzarbeit waren. Weil Transfers wie jener von Cedric Itten insgesamt 3,2 Millionen Franken in die Kasse spülten. Und weil der Klub zum einen drei Millionen Franken vom Bund und zum anderen rund 800'000 Franken von Swiss Olympic, der IG St.Galler Sportverbände und anderen Institutionen bekam.

Im laufenden Geschäftsjahr wird nun ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.

Die Verantwortlichen des FC St.Gallen haben den Klub wirtschaftlich gut durch die Pandemie geführt. Doch sie ist noch nicht überstanden. Der Transfermarkt hat sich verändert, gerade für kleinere Klubs wie es der FC St.Gallen ist. Es gibt weniger Bewegungen und damit weniger Geld.

Und da wären auch noch die Zahlen in der Tabelle.

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