FC St.Gallen
Die Espen stehen vor dem brisanten Heimspiel gegen Luzern: «Nicht auf die Tabelle schauen»

Neun Spiele, ein Sieg. Bei dieser Bilanz kommt man auch beim FC St.Gallen nicht umhin, von einer Krise zu sprechen. Am Mittwoch spielen die Ostschweizer ab 18.15 Uhr daheim gegen Luzern.

Christian Brägger
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Trainer Peter Zeidler während eines Trainings

Trainer Peter Zeidler während eines Trainings

Bild: Andy Mueller / Freshfocus

Mindestens resultatmässig ist sie eine Krise, wenigstens gab es zuletzt in der Romandie zwei Unentschieden, womit der Turnaround aber nicht geschafft wurde, wie Lukas Görtler sagte.

Aber es waren Punkte für ein positiveres Gefühl, und es gilt, sich dieses im Kybunpark über das Nachtragsspiel der 16. Runde am Mittwoch ab 18.15 Uhr gegen Luzern zu bewahren.

Die Tabelle verspricht eben Brisanz

St.Gallens Trainer Peter Zeidler fordert im Vorfeld, nur auf diese Begegnung zu schauen. Und nicht auf die Situation in der Tabelle. Sie besagt nämlich Brisanz, weil bei der dritten Heimniederlage in Folge verlustpunktmässig die Luzerner an den Ostschweizern vorbeiziehen und die Lücke zum Barrageplatz immer kleiner würde. Also sagt Zeidler: «Wir wollen gewinnen.» Und:

«Ich halte aber nicht viel vom Satz, dass wir gewinnen müssen. Zumal wir wissen, gegen wen wir spielen.»

Die Begegnung gegen die Zentralschweizer bringt den Umstand mit sich, dass in diesem Klub nach den Corona-Quarantänen gerade jetzt im Februar eine Aufbruchstimmung entstanden ist.

Mit dem Trainer Fabio Celestini wurde der Vertrag vorzeitig und trotz sportlicher Schieflage verlängert, was in die Mannschaft ausstrahlte und in vier Spiele mit sieben Punkten mündete.

Zudem wurden die teilweisen Unruhen zumindest vordergründig bereinigt und mit Stefan Wolf eine integre Figur ins Präsidentenamt gehievt, um eine Vorwärts- wie Zusammenhaltsstrategie zu propagieren.

Der Denkreflex: Ausgerechnet mit dem früheren Verwaltungsrat des FC St.Gallen. Zeidler sagt:

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass Stefan keine Sympathien mehr hat für uns. Ich hoffe, man merkt seinen Einfluss erst in der neuen Saison.»

Zeidler zeigt sich optimistisch, sagt, immerhin habe seine Mannschaft zuletzt zweimal nicht verloren. «In Genf und Sitten waren wir nahe dran, dominierten teilweise. Aber wir müssen stabiler werden und weniger Chancen zulassen.» Dies würde im Idealfall verhindern, dass gegen St.Gallen der Kontrahent nicht zum sechsten Penalty in Serie kommt.

Quintillà schiesst keine Penaltys mehr

Was auch klar ist: Jordi Quintillà will und wird – ausser im Cup – nicht mehr St. Gallens Penaltyschütze sein, nachdem er zuletzt mehrfach vom Elfmeterpunkt gescheitert ist.

Leihspieler Junior Adamu ist nach seinem Wechsel noch in Quarantäne, Miro Muheim weiter verletzt wie neuerdings Lorenzo Gonzalez (Muskel am hinteren Oberschenkel) nach einem Auftritt mit der U21. Ansonsten kann Trainer Zeidler gegen den FC Luzern aus dem Vollen schöpfen – setzt er wieder auf Musah Nuhu?

Mögliche FCSG-Formation

Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Traorè; Görtler, Quintillà, Ruiz; Stillhart; Guillemenot, Duah.