SUPER LEAGUE: Basel baut Vorsprung auf St. Gallen aus

Der FC Basel gewinnt in Lugano mit 1:0, obwohl er lange mit einem Mann weniger agieren muss. Marek Suchy erhält in der 23. Minute die rote Karte. Lugano bringt Basel kaum in Bedrängnis.

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Zwei Szenen kurz vor Mitte der ersten Halbzeit prägten die Partie im Cornaredo. In der 18. Minute traf Mohamed Elyounoussi nach Vorlage von Michael Lang via Lattenunterkante zum 1:0 für die Gäste, fünf Minuten später folgte der Platzverweis gegen Basels Captain Marek Suchy, nachdem der Tscheche als letzter Mann Alexander Gerndt zu Fall gebracht hatte.

Als Folge der roten Karte stellte Basels Trainer Raphael Wicky System und Taktik um. Die Gäste liessen sich in einer 4-4-1-Formation zurückfallen und suchten ihr Glück in der ­Offensive mit Kontern, wobei Elyounoussi vor und der eingewechselte Dimitri Oberlin nach der Pause einem zweiten Basler Treffer am nächsten kamen. Der Gastgeber übernahm nach dem Seitenwechsel das Spieldiktat, konnte Basel aber kaum in Bedrängnis bringen.

Ein Kopfball von Jonathan Sabbatini und ein Nachschuss von Carlo Manicone nach einem Abpraller von Keeper Tomas Vaclik nach einem Schuss von Sabbatini blieben die magere Ausbeute des Heimteams. Auch die Einwechslung des ehemaligen FCB-Stürmers Marc Janko zur Pause verfehlte seine Wirkung.

Sion weiter im Aufwind

Mit einem im Nachschuss verwandelten Foulpenalty und einem Kopfball nach einer schönen Flanke von Ermir Lenjani entschied Carlitos das Westschweizer Derby zugunsten der Gäste aus dem Wallis. Der Portugiese sorgte mit seinen Treffern dafür, dass Sion im Gegensatz zur Partie vom letzten Wochenende gegen Zürich die erneut ungenügende Chancenauswertung nicht zum Verhängnis wurde. Allein Pajtim Kasami hätte die Partie auf der Pontaise im Alleingang entscheiden können. Und der eingewechselte Stürmer Marco Schneuwly verpasste zweimal aus bester Position einen Treffer kläglich. So mussten die Gäste doch bis kurz vor Schluss zittern, bis ihr vierter Auswärtssieg in dieser Saison unter Dach und Fach war. Lausanne war deutlich schwächer, kam bei seinen wenigen Vorstössen aber jeweils gefährlich vor das Tor von Kevin ­Fickentscher. Joël Geissmanns Schlenzer verpasste das Ziel kurz vor der Pause nur knapp. Die ­beste Chance zum möglichen 1:1-Ausgleich vergab Innenverteidiger Nicolas Gétaz in der 71. Minute, als sein Schuss aus kurzer Distanz am Pfosten vorbeistrich.

So setzte es für Lausanne nach zuletzt fünf Punkten in drei Spielen wieder einmal eine Niederlage ab, und der Vorsprung in der Tabelle auf Gegner Sion schmolz auf drei Punkte. Die Walliser verbleiben zwar weiterhin am Tabellenende, kommen aber immer besser in Fahrt. Nach sieben Auswärtsniederlagen in Serie gewannen die Sittener erstmals nach mehr als einem halben Jahr auch wieder einmal auf fremdem Terrain. (sda)