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SUPER-G: Wieder auf der Sonnenseite

Für Lara Gut schloss sich zum Abschluss der Speed-Trilogie in Cortina d’Ampezzo der Kreis. Ein Jahr nach ihrem letzten Weltcupsieg kehrte die Tessinerin zuoberst auf das Podest zurück.
Jonas Schneeberger (sda), Cortina D’ampezzo
«Diesmal hatte ich Glück», sagte Lara Gut nach ihrem Sieg. (Bild: Alessandro Trovati/EPA (Cortina D’Ampezzo, 21. Januar 2018))

«Diesmal hatte ich Glück», sagte Lara Gut nach ihrem Sieg. (Bild: Alessandro Trovati/EPA (Cortina D’Ampezzo, 21. Januar 2018))

Jonas Schneeberger (SDA), Cortina d’Ampezzo

Es waren keine leichten und vor allem stetig wechselnde Bedingungen, welche die Speedfahrerinnen am letzten Renntag in den Dolomiten vorfanden. Lara Gut stand dabei auch im Wortsinn auf der Sonnenseite. Nach ihrem 24. Weltcupsieg, dem zwölften im Super-G, der ihr das rote Trikot für die Führung in der Disziplinenwertung einbrachte, konnte sie festhalten: «Diesmal hatte ich Glück.»

Tatsächlich öffnete sich just in dem Moment eine Schleuse am Wolkenhimmel und es bliesen keine Schneeverwehungen über die Tofana, als Gut mit Startnummer sieben ins Rennen ging. Begünstigt von den äusseren Bedingungen setzte sich die 26-Jährige 14 Hundertstel vor der Italienerin Johanna Schnarf durch, die zum zweiten Mal auf einem Weltcup-Podest stand. Die Österreicherin Nicole Schmidhofer wurde mit 27 Hundertsteln Rückstand Dritte. Dieser Erfolg kam für Gut just 358 Tage nach ihrem letzten Weltcupsieg, dem Triumph in der Abfahrt von Cortina, auf den ein Sturz im Super-G und später der Kreuzbandriss an der WM in St. Moritz folgten. «Ich habe gehofft, dass sich der Kreis heute schliesst. Und so kam es», stellte Gut zufrieden fest.

Zum ersten Mal ging es auf

Dem Glück alleine war die Rückkehr auf den Super-G-Thron nach zuvor zwei Podestplätzen indes nicht geschuldet. «Zum ersten Mal in dieser Saison ging es von oben bis unten auf», sagte Gut nach ihrem fehlerfreien Lauf. Als sechste Siegerin im sechsten und letzten Super-G vor den Olympischen Spielen gesellte sie sich in dieser Disziplin zum Kreis der grössten Favoritinnen für Pyeongchang. Sie habe gewusst, dass der Sieg immer näher rücken würde, erklärte Gut weiter. «Es tut gut, dies auf dem Papier bestätigt zu bekommen.» Guts Glück hatten längst nicht alle. Lindsey Vonn etwa, die am Vortag die Abfahrt dominiert hatte und unmittelbar vor der Tessinerin startete, wurde von einer Böe ausgebremst. Trotz einer ansprechenden Fahrt blieb die zwölffache Cortina-Siegerin im Rennen der kleinen Abstände mit zehn Athletinnen innerhalb einer Sekunde als Sechste 37 Hundertstel hinter Gut. Auch die vormalige Disziplinen-Leaderin Tina Weirather klagte darüber, unterwegs wegen des Windes «den Boden kaum gesehen» zu haben.

Die nächsten Schweizerinnen folgten geschlossen auf den Plätzen 10 (Michelle Gisin), 11 (Corinne Suter), 12 (Joana Hählen) und 13 (Priska Nufer), womit sich bestätigte, dass die Schweizer Frauen im Super-G besser aufgestellt sind als in der Abfahrt. Nufer fehlten knapp sieben Zehntel, um bei letzter Gelegenheit mit einem Top-7-Platz noch auf den Olympiazug aufzuspringen.

Mit Gut, Gisin, Suter, Hählen und Jasmine Flury, die zum zweiten Mal in Folge ausschied, haben damit fünf Athletinnen die Selektionskriterien erfüllt, wobei nur vier Startplätze pro Disziplin zur Verfügung stehen. Es liegt damit an den Trainern, die vier Olympia-Starterinnen im Super-G zu bestimmen.

Erst drei Fahrerinnen erfüllen die Kriterien

Anders präsentiert sich die Ausgangslage derzeit in der Abfahrt. Nach fünf Rennen haben erst Gisin, Gut und Flury das Soll erbracht. Suter und Hählen haben erst je eine Top-15-Rangierung eingefahren, wobei sich noch zwei weitere Gelegenheiten bieten. Am 3. und 4. Februar stehen in Garmisch-Partenkirchen eine Abfahrt und eine Sprintabfahrt in zwei Läufen auf dem Programm.

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