Stuttgart ohne Chance auf die Überraschung

Nach dem diskussionslosen 0:4 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Barcelona sagte Stuttgarts Trainer Christian Gross: «Uns wurden schonungslos die Grenzen aufgezeigt.»

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Fussball. Ein klein wenig hatte Stuttgart nach dem 1:1 im Hinspiel davon geträumt, sich gegen die beste Mannschaft der Welt doch noch für die Viertelfinals zu qualifizieren. Doch die Überraschung gegen den Titelverteidiger lag nicht einmal ansatzweise in der Luft. «Diesmal hat sich der Klassenunterschied gezeigt», sagte Stuttgarts Manager Horst Heldt. Doch das lag nicht zuletzt daran, dass Stuttgart schlecht spielte. «Kein Mut», «nur zugeschaut», «zu viel Respekt», so Heldt.

«Es war so leicht und bequem»

Die Medien in Spanien waren sich einig. «AS» schrieb: «Messi dirigiert die beste Version des Meisters. Er führt Barça gegen ein trauriges Stuttgart an, das in nur 22 Minuten liquidiert wurde. Es war so leicht und bequem.» DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nahm den Auftritt seines ehemaligen Clubs persönlich. «Was der VfB macht, ist Kindergarten-Fussball. Ich bin stocksauer», sagte der Sky-Experte. Vor allem Lionel Messi war angesichts seiner Freiheiten nicht zu bremsen.

Die Treffer zum 1:0 sowie zum 3:0 erzielte der Argentinier selbst, das 2:0 durch Pedro Rodriguez in der 22. Minute leitete er ein, den Schlusspunkt setzte Bojan Krkic.

Stuttgart nicht europäisch?

Heldt war trotz des 0:4 um Haltung bemüht. «Man darf jetzt nicht alles in Frage stellen.» Das mag richtig sein, doch um die Zukunft des VfB Stuttgart ist es trotzdem nicht zum Besten bestellt. Die Schwaben wollten sich in Europa etablieren, nun müssen sie wohl erst ein Jahr aussetzen.

Die Champions League ist praktisch nicht mehr zu erreichen, selbst von Rang sechs, der zur Teilnahme an der Europa League reichen könnte, trennen Stuttgart sieben Punkte. (red.)

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