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STRASSEN-WM: Der Schweizer Leader

Michael Albasini ist am Sonntag der Trumpf der Schweizer. Der Radprofi ist in Form. Auch das Profil der 277 Kilometer langen Strecke in Norwegen spricht für den Thurgauer.
Daniel Good
An der Tour de Suisse erhält Michael Albasini nach der dritten Etappe das Trikot für den besten Schweizer. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY (Bern, 12. Juni 2017))

An der Tour de Suisse erhält Michael Albasini nach der dritten Etappe das Trikot für den besten Schweizer. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY (Bern, 12. Juni 2017))

Daniel Good

Michael Albasini fliegt erst morgen nach Bergen. Diese Woche trainierte er noch in der Ostschweiz. Allein. Denn seine Thurgauer Profikollegen Stefan Küng und Reto Hollenstein befinden sich schon seit der vergangenen Woche an der WM. Beide haben am Sonntag das Mannschaftszeitfahren bestritten.

277 Kilometer warten am Sonntag beim Höhepunkt der Strassen-WM auf Albasini. Deshalb stand diese Woche auch noch eine ganz lange Trainingsfahrt auf dem Programm. «Sechs bis sechseinhalb Stunden», so der in Gais wohnende Thurgauer.

Albasini wird am 20. Dezember 37-jährig. Er steht vor seiner elften Strassen-WM. 2004 in Verona gab er das Début auf höchster Stufe. Zwei Jahre zuvor gewann er die U23-EM.

Albasini ist in Form vor der WM im Norden. Er liess sich nach der Tour de France viel Zeit, um wieder eine Topverfassung zu erlangen. In Italien gewann er vergangene Woche die Coppa Agostoni. Die Coppa Bernocchi be­endete er einen Tag später als Vierter. Beide Rennen führten über knapp 200 Kilometer.

Ein Parcours für Albasini

Die italienischen Kommentatoren würden sich überschlagen vor Euphorie, wenn einer der ihren in den traditionellen WM-Vorbe­reitungsrennen so stark wäre wie ­Albasini. Der Ostschweizer bleibt ruhig: «Die beiden Prüfungen waren mässig besetzt.» Er geht mit so gut wie keinen Erwartungen in den Norden. Zumindest gegen aussen vermittelt Albasini in keiner Weise den Eindruck, er könnte ein Medaillenanwärter sein. «Es kommt sicher auch auf die Tagesform an.» Ambitionen sind aber schon herauszuhören, wenn er sagt: «Mit Sagan dürfen wir dann schon nicht auf die Zielgerade kommen.» Der endschnelle Slowake Peter Sagan ist der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre und am Sonntag einer der Topfavoriten.

Der Schweizer Trainer Danilo Hondo weiss, dass Albasini sein bestes Pferd im Stall ist. Die Taktik ist zwar noch nicht festgelegt, aber das Schweizer Team wird für Albasini fahren. «Solche Rennen liegen mir», so Albasini.

Es ist ein Kurs für Spezialisten der klassischen Eintagesrennen. Albasini gehört zu ihnen. 2016 beendete er Lüttich–Bastogne–Lüttich auf dem zweiten Platz. Albasinis stärkster Helfer am Sonntag ist Küng. Normalerweise sind sie Konkurrenten. Sie fahren in internationalen Markenteams. Albasini steht bei einem australischen Rennstall unter Vertrag, Küng bei einem aus der USA. Am Sonntag sind sie vereint in der Schweizer Nationalmannschaft. «Wir fahren sicher für die Schweiz» sagt Albasini.

Die WM-Chance von 2014

Seine Loyalität hat ihn womöglich schon einen WM-Titel gekostet. 2014 setzte sich Albasini für Fabian Cancellara ein, obschon er der wohl beste Fahrer im Feld war. Am Sonntag eröffnet sich ihm eine neue Chance. Cancellara ist vor einem Jahr zurückgetreten. Der neue Leader der Schweizer heisst Albasini.

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