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Strafbank wird zur Spielbank

Nur die Ticino Rockets und Zug kassieren mehr Strafen als Thurgau. Doch Disziplin kann das heutige Auswärtsspiel gegen Ajoie entscheiden. Der Meister schwächelt selber – besonders in Unterzahl.
Matthias Hafen
Thurgaus Topskorer Renato Engler ist der meistbestrafte Spieler der gesamten NLB. (Bild: Mario Gaccioli (Weinfelden, 15. Oktober 2016))

Thurgaus Topskorer Renato Engler ist der meistbestrafte Spieler der gesamten NLB. (Bild: Mario Gaccioli (Weinfelden, 15. Oktober 2016))

Elf Kontrahenten hat Hockey Thurgau in dieser Saison. Der grösste Gegner der Ostschweizer war bislang aber die Strafbank. 48 Zweiminutenstrafen kassierte die Equipe von Trainer Stephan Mair in den ersten zehn Spielen. Dazu kamen zweimal fünf Minuten plus Spieldauer. Mit bereits 146 Strafminuten steht der Tabellenelfte zu Buche. Nur die Farmteams EVZ Academy (164) und Ticino Rockets (240) wurden bislang mehr bestraft.

Nicht selten haben Thurgaus Unterzahlsituationen einen Gegentreffer zur Folge. Dabei foulen die Thurgauer ihre Gegner oft ohne Aussicht auf einen Profit im Spiel, etwa im Angriffsdrittel, wenn der Puck weit weg vom eigenen Tor ist. «Die vielen Strafen sind ein permanentes Thema in unseren Trainings», sagt Captain Patrick Parati. «Vor allem die Art, wie sie zu Stande kommen.» Jedoch habe sich die Mannschaft im Vergleich zum Saisonstart schon deutlich verbessert, so Parati. Nichtsdestotrotz kommt der «Strafenkönig» der NLB aus dem Thurgau. Stürmer Renato Engler hat schon 43 Minuten auf seinem Konto, 18 davon resultierten aus kleinen Fouls.

Jede dritte Strafe gegen Ajoie wird ausgenutzt

Im Auswärtsspiel gegen Ajoie heute um 20 Uhr tun die Thurgauer gut daran, sich in Disziplin zu üben. Es ist ihre grösste Chance auf einen Erfolg gegen den Meister der zweithöchsten Spielklasse. Nicht nur, weil den Jurassiern dadurch Powerplay-Möglichkeiten genommen würden. Nein, eine eigene Überzahlsituation steigert die Aussicht auf einen Torerfolg erheblich.

Denn Ajoie, mit zwölf Punkten aus zehn Spielen lediglich auf dem achten Rang klassiert, hat mit 67,65 Prozent das mit Abstand schlechteste Penalty-Killing der ganzen NLB. Bei jeder dritten Unterzahlsituation kassierten die Jurassier bislang einen Gegentreffer. Diesbezüglich ist der Meister der vergangenen Saison so schwach wie ein Anfänger. Zum Vergleich: Thurgaus Quote im Penalty-Killing beträgt 73,17 Prozent – und ist lediglich das neuntbeste der Liga.

Dass Ajoie dennoch sieben Punkte mehr auf dem Konto hat als Thurgau, hat es vor allem der treffsicheren Sturmlinie mit den beiden Ausländern Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen zu verdanken. Der bislang produktivste Ajoulot ist indes der frühere Thurgauer Konstantin Schmidt, der die jurassische Toplinie ergänzt.

Alle bleiben in der Verantwortung

Allerdings hat nun auch Thurgau sein Ausländerduo. Und die beiden Stürmer Eric Himelfarb sowie Mike Vaskivuo haben sich mit zwei Treffern im ersten Spiel schon gut eingelebt. Teamcaptain Patrick Parati ist überzeugt, dass die beiden der Mannschaft noch mehr helfen können. «Das entbindet uns anderen aber nicht davon, in jedem Spiel eine Topleistung zu bringen.»

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