St. Otmars NLA-Handballer gewinnen gegen Endingen mit viel Mühe 35:28

St. Otmar erfüllt in der NLA gegen Endingen seine Pflicht ohne zu brillieren und siegt deutlich mit 35:28 (19:18). Es bekundete vor allem in der ersten Halbzeit Probleme in der Abwehr.

Sarina Bischoff
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Andrija Pendic erzielt gegen Endingen neun Tore.

Andrija Pendic erzielt gegen Endingen neun Tore.

Bild: Ralph Ribi

Aufgrund der aktuellen Tabellensituation der NLA schien es eine eindeutige Partie zu werden, das Schlussresultat lässt ebendies auch erahnen, doch St.Otmar tat sich vor allem in der ersten Halbzeit gegen die schnellen Gäste aus Endingen sehr schwer.

So konnten die Ostschweizer am Ende froh sein, doch noch klar mit 35:28 gewonnen zu haben. «Wir können nicht zufrieden sein, insbesondere nicht mit der ersten Halbzeit», sagte Max Höning denn auch nach der Partie, «es fehlte die Bereitschaft und die Wachheit.»

Wie das End- und vor allem das Halbzeitresultat zeigt, war es vor 50 Zuschauern in der Kreuzbleichehalle ein Torfestival. Auf beiden Seiten tat man sich mit dem Verteidigen schwerer als mit dem Erzielen von Toren, was natürlich auch der gegnerischen Abwehr zu verdanken war.

So schlossen die beiden Mannschaften zu Beginn fast jeden Angriff mit einem Treffer ab, ehe sich nach zehn Minuten die St.Galler mit drei Toren abzusetzen vermochten. Dies war jedoch nicht der Anfang eines Steigerungslaufs Otmars, sondern viel mehr der Anfang eines Hochs von Endingen.

Zu langsamer Rückzug

Die Aargauer erzielten fünf Treffer in Serie und legten in der Folge immer wieder vor. Dies veranlasste sogar Otmar-Trainer Zoltan Cordas sich nach über einer Viertelstunde erstmals von seinem Platz zu erheben. Das Stehen des Trainers an der Seitenlinie zeigte jedoch nicht die gewünschte Wirkung, denn nach jedem Tor des Heimteams lösten die Endinger die schnelle Mitte aus.

St. Otmars Linkshänder Max Höning

St. Otmars Linkshänder Max Höning

Bild: Ralph Ribi

Da sich die St.Galler im Rückzug zu langsam verhielten, erzielten die Gäste ein ums andere Mal einfache Tore. Es schien, als sei St. Otmar vom Tempo des Gegners überrascht. «Unser Rückzug in der ersten Halbzeit war schlecht», meinte Höning selbstkritisch, «zudem verloren wir in der Verteidigung zu viele Zweikämpfe und agierten zu wenig aggressiv.»

Dass die Ostschweizer zur Pause trotzdem führten, lag an der guten Chancenauswertung, insgesamt landeten nur fünf Abschlüsse nicht im Tor. Dies auch dank der Torhüterleistung, denn sowohl die Endinger Torhüter, als auch Jonas Kindler im St. Galler Tor wiesen Fangquoten von lediglich 10 Prozent auf.

Steigerung in der zweiten Halbzeit

Diese Quote verbesserte Kindler nach der Pause. Bereits nach zehn Minuten hatte er gleich viele Bälle gehalten wie in der gesamten ersten Halbzeit. «Das Zusammenspiel mit dem Torhüter funktionierte besser und wir liefen schneller zurück, was der Schlüssel zum Erfolg war», resümierte Höning.

Da St. Otmar im Angriff weiterhin viele Tore aus dem Rückraum warf, baute es den Vorsprung bis zehn Minuten vor dem Ende auf 30:21 aus. Das eindrückliche Torverhältnis seit dem Seitenwechsel betrug 11:3. Den Gästen schien allmählich die Luft auszugehen, hatten sie doch ohne die schnelle Mitte keine Chance auf ein positives Ende. Das St.Otmars Sieg nicht noch höher ausfiel, lag am Ende auch daran, dass es mit dem grossen Vorsprung im Rücken nachlässig wurde.

So ist es für die Ostschweizer unabdingbar, für das kommende Spiel gegen Wacker Thun im Kopf wieder fit zu werden, denn «die Absprachen müssen wieder passen und wir müssen wieder aggressiver in die Zweikämpfe», wie Höning vorausschaute, ansonsten endet das Spiel am Mittwoch resultatmässig nicht so positiv wie jenes gegen Endingen.