St.Otmar gewinnt ein hitziges Spiel in Bern – Goalie Aurel Bringolf überragt alle

Die St.Galler NLA-Handballer siegen beim BSV Bern 25:24. Dank einer soliden Defensive und einem ausgezeichneten Torhüter kaschiert St.Otmar offensive Schwierigkeiten.

Ives Bruggmann aus Gümligen
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St.Otmars Goalie Aurel Bringolf zeigte 17 Paraden.

St.Otmars Goalie Aurel Bringolf zeigte 17 Paraden.

Tobias Garcia

Bereits die Anfangsphase gab einen Vorgeschmack, in welche Richtung die Partie gehen wird. Beide Offensivreihen taten sich schwer. Die Goalies liefen zur Bestform auf. St.Otmar erzielte in den ersten vier Angriffen keinen Treffer. Auf der Gegenseite parierte der St.Galler Torhüter Aurel Bringolf fünf der ersten sechs Berner Würfe auf sein Tor. Die logische Konsequenz: Nach elf Minuten stand es gerade einmal 2:1 für St.Otmar.

Maros mit fünf wichtigen Treffern

Während es in der Offensive weiterhin harzte, hielt Bringolf sein Team weiterhin im Spiel. Nach 22 Minuten wies er immer noch eine überragende Fangquote von über 50 Prozent auf. Filip Maros übernahm nun im Angriff vermehrt Verantwortung und erzielte fünf wichtige Treffer zur knappen 12:11-Pausenführung. Auffällig: Im ersten Durchgang erzielten die St.Galler keinen Treffer über den Flügel oder per Tempogegenstoss.

Dies änderte sich gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Mittels einstudiertem Spielzug erzielte Flügel Severin Kaiser den ersten Treffer. Der Ball lief nun in der Offensive besser, auch dank vier Toren über aussen führte St.Otmar zwischenzeitlich mit drei Toren Vorsprung (20:17). Die Berner hatten zudem mit Verletzungspech zu kämpfen: Topskorer Ante Kaleb und Flügel Simon Getzmann mussten in der zweiten Halbzeit angeschlagen draussen bleiben.

Zwei rote Karten nach einem Gerangel

In der Endphase ging es dann auf einmal drunter und drüber. Die Emotionen kochten hoch. In der 54. Minute mussten nach einem unübersichtlichen Gerangel der St.Galler Tobias Wetzel und der Berner Lucas Rohr mit Rot vom Feld. In dieser hitzigen Phase, in der sich das Heimteam von den Schiedsrichtern ungerecht behandelt fühlte, spielte St.Otmar seine ganze Routine aus: Goalie Bringolf zeigte seine 17. und wichtigste Parade und vorne erzielte Rares Jurca in der 58. Minute das 24:21. Zwar kam der Gastgeber nochmals bis auf einen Treffer heran, aber zu mehr reichte die Zeit dann nicht mehr. Die Siegsicherung gelang Andrija Pendic eine halbe Minute vor Schluss mit dessen siebentem Treffer zum 25:23.

Mit diesen zwei Punkten festigten die St.Galler Handballer den Platz im Spitzenquintett. Zugleich distanzierten sie Bern um sieben Punkte bei einem Spiel mehr.

Telegramm:

BSV Bern - St. Otmar 24:25 (11:12)
15 Zuschauer. - SR Keiser/Rottmeier.
Strafen: 5-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Rohr/54.) gegen BSV Bern, 5-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Wetzel/54.) gegen St.Otmar.
BSV Bern: Cvitkovic (12 Paraden)/Schelling (2); Aellen, Arn (2 Tore), Baumgartner (1), Eggimann (6), Gerlich, Getzmann (2/1), Kaleb (1), Mühlemann, Rohr (1), Schneeberger (2), Strahm (1), Vögtli (1), Weingartner (7/4), Widmer.
St.Otmar: Bringolf (17 Paraden)/Kindler; Bamert, Fricker (3 Tore), Geisser, Gwerder, Haas, Höning, Hörler, Jurca (3), Kaiser (2), Maros (7), Pendic (7/2), Wetzel (2), Wüstner (1).
Bemerkungen: Verschossene Penaltys 1:1.

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