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Kommentar

St.Otmar: Drum prüfe, wer sich bindet

Vor einer Woche ist St.Otmars Sportchef Beat Kaiser zurückgetreten. Seither kämpft der Vorstand des St.Galler Traditionsvereins mit den Folgen von Kaisers Handeln. «Es wird ein Kraftakt», sagt Präsident Hans Wey.
Ives Bruggmann
Ives Bruggmann (Bild: Ralph Ribi)

Ives Bruggmann (Bild: Ralph Ribi)

Lieber spät als nie. Der Handballclub St.Otmar hat die Notbremse gezogen und sich vor Wochenfrist von Sportchef Beat Kaiser getrennt. Wie sich nun herausstellt, hat Kaiser seit seinem Amtsantritt wohl handballerischen Sachverstand bewiesen, jedoch Vereinbarungen mit dem Club nicht eingehalten und in Sachen Transfers eigenmächtig gehandelt. Auf den Club kommen nun wohl Schadenersatzforderungen der nicht verpflichteten Spieler zu.

Kaiser hatte die Verträge den Bundesliga-Akteuren Primoz Prost, Jens Schöngarth und Robert Weber mit seiner Unterschrift zugestellt, jedoch ohne die nötige zweite Kollektivunterschrift. Zudem klafft ein Loch im Budget, weil Kaiser finanzielle Zusagen mutmasslich nicht eingehalten hat. Nur deshalb wurde das Budget überhaupt erhöht und der dänische Spielertrainer Bo Spellerberg verpflichtet.

Einen Vorwurf muss sich der Vorstand des Traditionsvereins gefallen lassen: Geprüft wurde Beat Kaisers Leumund zu Beginn nicht. Rückblickend ist klar, dass Kaiser einer solchen Nachforschung nicht standgehalten hätte.

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