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Stocker als Antithese

Einwurf

In der Welt des Sports laufen gerade ein paar Dinge aus dem Ruder. IOC, Fifa, Uefa, UCI, IAAF, aber auch der SFV, sie alle haben den einen gemeinsamen Nenner, der sie zu Missetätern macht: das liebe Geld.

Neu überlässt die Uefa den vier Topligen Europas vier fixe Startplätze für die Gruppenphase der Champions League. Der Zugang zu den Honigtöpfen wird noch selektiver und macht die Besten besser und die Reichsten reicher. Zudem splittet der europäische Verband die Anspielzeiten, der Dienstag- und Mittwochtermin um 20.45 Uhr wird ab kommender Saison auf 19 und 21 Uhr aufgeteilt. Fussball rund um die Uhr, das Geld muss fliessen.

Plötzlich ist Katar das Mekka des Sports. 2015 die Handball-WM, 2016 die Rad-WM, 2018 die Turn-WM, 2019 die Leichtathletik-WM, im Dezember 2022 die Fussball-WM («Oh Gott!»), 2023 die Schwimm-WM. Geld lockt alles an.

Im Schweizer Fussball setzt sich der Verband in die Nesseln und verkündet den Austragungsort des Cupfinals erst nach der Ausmarchung der Finalisten. Hauptgrund, dass die Young Boys Heimrecht auf dem nur von ihnen geliebten Kunstrasen erhalten: die Kosten. Da fällt mir der Kommentar eines Journalisten-Kollegen und Basel-Fans ein (ja, auch er steckt in einem Tief): «Valentin Stocker soll doch dahin zurück, wo er herkommt. Zum SC Kriens.» Er wäre die Antithese: nicht des Geldes wegen.

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