St.Galler Publikum bejubelt entfesselte Schweizer Unihockeyanerinnen

UNIHOCKEY. Die Schweizer Unihockey-Frauen sind mit einem standesgemässen Erfolg gegen Russland in die Heim-WM in St.Gallen gestartet. Das Team von Trainer Felix Coray besiegte die bedauernswerten Russinnen gleich mit 21:1 und realisierte dabei den höchsten Schweizer WM-Sieg.

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Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Athletikzentrum machten viel Stimmung. (Bild: Urs Bucher)

Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Athletikzentrum machten viel Stimmung. (Bild: Urs Bucher)

Dass im internationalen (Frauen-)Unihockey eine Zweiklassengesellschaft herrscht, zeigte sich zum WM-Auftakt im St.Galler Athletikzentrum eindrücklich. Die Schweizerinnen spielten die Russinnen, vor zwei Jahren immerhin WM-Fünfte, vor 1900 Zuschauern regelrecht schwindlig. Am Schluss resultierte der höchste Sieg, den ein Schweizer Frauen-Nationalteam in einem Ernstkampf je realisiert hat.

Volle Halle: Die Zuschauer zeigten sich ob der Leistung der Schweizerinnen beim 21:1 im Auftaktspiel gegen Russland begeistert. (Bild: Keystone)
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Die Schweizerin Natalie Stadelmann schiesst das Tor zum 6:0. (Bild: Urs Bucher)
Die Zuschauer belohnten die Schweizerinnen für ihre tolle Leistung mit Szenenapplaus. (Bild: Urs Bucher)
Kinder spielten bei der Eröffnungsfeier eine prominente Rolle. (Bild: Keystone)
Ein Junge in Tracht bei der Eröffnungsfeier. (Bild: Keystone)
Hoher Gast: Bundesrat Ueli Maurer bei der Eröffnungsfeier. (Bild: Urs Bucher)
Die Russinnen laufen ein. (Bild: Keystone/Urs Bucher)
Die Schweizerinnen bei der Nationalhymne. (Bild: Keystone/Urs Bucher)
Bundesrat Ueli Maurer inmitten von St.Galler Prominenz. (Bild: Urs Bucher)
Lautstark unterstützten die Schweizer Fans ihr Team. (Bild: Urs Bucher)
Blick ins Athletikzentrum. (Bild: Urs Bucher)
Ganz in Rotweiss: Schweizer Fans. (Bild: Urs Bucher)
Jubel nach einem Schweizer Tor. (Bild: Urs Bucher)
Immer und immer wieder: Die Schweizerinnen jubeln, die russische Torhüterin hadert mit ihren Vorderleuten. (Bild: Urs Bucher)
Ob die Schweizerinnen ihren Traum vom WM-Titel realisieren können? (Bild: Urs Bucher)
Viele Kinder waren am Spiel. (Bild: Urs Bucher)
Ob aus ihnen dereinst auch gute Unihockeyaner werden? (Bild: Urs Bucher)
Tanja Stella (l.) und Priska von Rickenbach hatten beim 21:1 gegen Russland viel zu jubeln. (Bild: Keystone)
Mirca Anderegg (r.) im Kampf um den Ball gegen die Russin Yulia Wiktorova. (Bild: Keystone)
Priska von Rickenbach (r.) jubelt nach ihrem Tor. (Bild: Keystone)
Daniela Stettler (l.) gegen Svetlana Wiktorova. (Bild: Keystone)
Keiner zu klein, ein Unihockeyfan zu sein. (Bild: Keystone)

Volle Halle: Die Zuschauer zeigten sich ob der Leistung der Schweizerinnen beim 21:1 im Auftaktspiel gegen Russland begeistert. (Bild: Keystone)


Julia Suter die Stärkste
Als statistisch erfolgreichste Schweizerin erwies sich Julia Suter (Dietlikon) mit fünf Toren und drei Assists. Fünf Tore in einem Länderspiel habe sie noch erzielt, so die 21-jährige Stürmerin zufrieden. «Es hat bereits ziemlich viel geklappt in unserem Spiel. Und wenn es bereits in solchen Spielen klappt, dann klappt es auch später», so Suter. Auch Suters Linienkolleginnen Mirca Anderegg (1 Tor/4 Assists) und Corin Rüttimann (3/1) überzeugten. Vier Tore erzielte auch Priska von Rickenbach.

Wirbel um Russinnen
Der WM-Start ist der Schweiz damit perfekt gelungen. Allerdings mussten die Schweizerinnen auch froh sein, dass ihre Gegnerinnen überhaupt antraten. Wegen finanzieller Probleme des nationalen Verbandes war bis kurz vor dem WM-Start unklar, ob und mit wie vielen Spielerinnen Russland antritt. Immerhin ein 14-köpfiges Team brachten die Russen zusammen.

Nächstes Spiel am Montag
Im zweiten Gruppenspiel treffen die Schweizerinnen am Montag auf Holland, das seine erste Partie gegen Polen 2:5 verlor. Auch gegen die Holländerinnen, das noch nie auf höchster Stufe eine WM absolviert hat, ist mit einem Schweizer Kantersieg zu rechnen. Die Viertelfinal-Teilnahme, die aufgrund der Stärkeverhältnisse ohnehin nicht gefährdet ist, hätten die Schweizerinnen damit auch rechnerisch auf sicher. (sda)