FCSG holt mit Lorenzo Gonzalez ein weiteres Stürmertalent – und löst mit Lawrence Ati Zigi das Goalieproblem

Der FC St.Gallen verpflichtet den 19-jährigen Lorenzo Gonzalez. Der Romand mit spanischen Wurzeln spielte zuletzt für Malaga. Die Lösung für das Goalieproblem soll die Verpflichtung von Lawrence Ati Zigi bringen.

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Lorenzo Gonzalez (rechts) in einem Spiel mit Malaga.

Lorenzo Gonzalez (rechts) in einem Spiel mit Malaga.

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(pd/pl/dh) Der FC St.Gallen hat unmittelbar vor dem Rückrundenstart zwei neue Spieler verpflichtet, wie am Freitag verkündet wurde. Als neuer Torhüter konnte Lawrence Ati Zigi geholt werden. Der 23-Jährige kommt vom französischen Zweitligisten FC Sochaux-Montbéliard und hat einen Vertrag bis Juni 2023 unterschrieben. Zigi, der nach seinen Stationen in Österreich bei Liefering und Salzburg auch die deutsche Sprache beherrscht, bestritt bislang fünf A-Länderspiele für sein Heimatland Ghana.

Mit dem Abgang von Dejan Stojanovic und den verletzungsbedingten Ausfällen von Jonathan Klinsmann und Nico Strübi war klar, dass der FCSG auf die Situation reagieren muss. «Mit Lawrence haben wir einen jungen, hoffnungsvollen Goalie verpflichtet, der bei uns eine wichtige Rolle spielen kann», wird Sportchef Alain Sutter in der Medienmitteilung zitiert. Zigi habe bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen und dass er deutsch spricht, sei ein weiterer Vorteil für eine schnelle Integration. Der neu verpflichtete Goalie soll das Trikot mit der Nummer 30 tragen.

Gonzalez wird als Stürmer verpflichtet

Lorenzo Gonzalez und sein Berater Michel Urscheler sollen bereits vor der Medienkonferenz des FC St.Gallen in der Stadt gesehen worden sein. Bald darauf war klar: Der 19-Jährige hat einen Vertrag bis 2023 unterzeichnet. Der Stürmer wechselte von seinem Ausbildungsclub Servette 2016 in die Nachwuchsakademie von Manchester City, wo er bis im vergangenen Herbst blieb. In England trainierte der Schweizer Nachwuchs-Internationale gar einige Zeit unter Pep Guardiola, kam in der Premier League aber nicht zum Einsatz.

Nach drei Jahren in Manchester, wo er in der U18 und U23 regelmässig spielte und traf, wechselte Gonzalez im vergangenen Sommer zum FC Malaga. In der zweithöchsten spanischen Liga kam er auf sechs Teileinsätze, blieb aber ohne Tor.

Sportchaf Alain Suter bezeichnet Gonzalez als «jungen, hoffnungsvollen Spieler, der über grosses Potenzial verfügt». Der Stürmer erhält das Trikot mit der Nummer 24.

Damit dürfte Gonzalez, der einst als grosse Schweizer Nachwuchshoffnung im Sturm galt, den selben Weg machen wie Jérémy Guillemenot und Miro Muheim. Die beiden Schweizer waren ebenfalls jung ins Ausland gewechselt, dann aber in die Heimat zurückgekehrt. In St.Gallen haben sich die beiden zu festen Grössen entwickelt.

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