Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STEIGERUNGSLAUF: Der Löwe brüllt wieder

Nach einer enttäuschenden Qualifikation können die ZSC Lions heute mit einem Sieg auswärts gegen Zug den Playoff-Halbfinal erreichen. Am Ursprung des Zürcher Wandels steht ein Glückstreffer.
Sergio Dudli
Captain Patrick Geering und die ZSC Lions sind im Hoch. (Bild: KEY)

Captain Patrick Geering und die ZSC Lions sind im Hoch. (Bild: KEY)

Sergio Dudli

Vor wenigen Tagen waren sie gefallene Männer. Kritisiert, ausgepfiffen, beleidigt. Die Spieler der ZSC Lions mussten nach einer schwachen Qualifikation und dem enttäuschenden siebten Platz unten durch – in den Augen vieler Beobachter zu Recht. Die einst erfolgsverwöhnte Mannschaft wirkte gesättigt, viele Leistungsträger blieben unter ihren Möglichkeiten. Der Playoff-Viertelfinal gegen das zweitbeste Team der Liga aus Zug schien mehr Bestrafung denn Wendepunkt zu sein.

Doch vor der heutigen fünften Partie zeigt sich ein überraschendes Bild: Nach einer deut­lichen Niederlage im ersten Spiel gewannen die Zürcher dreimal in Serie gegen die Zuger. In der vierten Begegnung zwischen den beiden Teams im Hallenstadion fühlte man sich in alte Zeiten zurückversetzt: ausverkauftes Haus, aggressiv auftretende Spieler und der spürbare Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Am Ende gab es das deutliche Verdikt: ZSC Lions 5, Zug 0. Dank dieser Wandlung vom zahmen Kätzchen zum brüllenden Löwen kann das Team von Trainer Hans Kossmann heute mit einem Sieg in Zug den Einzug in den Halb­final schaffen. Selbst bei einer Niederlage besteht am Donnerstag die Möglichkeit, mit einem Triumph vor heimischem Publikum den Meisterträumen der Zuger ein jähes Ende zu setzen.

Ein doppelter Glücksschuss

Der Wendepunkt für die ZSC Lions war der Sieg im zweiten Spiel der Serie gegen Zug. Die Zürcher gaben eine 4:1-Führung preis und standen unter Druck. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Zug den entscheidenden Treffer erzielt. Aber eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit zog Lions-Stürmer Fredrik Pettersson mit dem Mute der Verzweiflung ab – und via Rücken von Zugs Verteidiger Dominik Schlumpf fand die Scheibe den Weg ins Tor. Ein Glückstreffer im doppelten Sinne, kam er doch per Zufall zustande und bescherte den ZSC Lions einen unerwarteten Sieg. Seit diesem Tor läuft alles für die Zürcher. Das dritte Spiel gewannen sie auswärts, beim 5:0-Sieg in der vierten Partie trafen mit Drew Shore und Lauri Korpikoski zwei Akteure, die bereits als Fehleinkäufe abgestempelt wurden. Und den wegweisenden ersten Treffer in dieser Partie erzielte die vierte und nominell schwächste Linie der ZSC Lions, die primär mit Nachwuchsspielern auskommt. Diese individuellen Erfolgserlebnisse stärken die Mannschaft und machen sie unberechenbar.

Dieser aufkommenden Dynamik der Zürcher entgegenzuhalten misslang den Zugern bisher. Ihre Mannschaft ist gespickt mit hochkarätigen Ausländern wie Viktor Stalberg oder Garrett Roe. Allerdings tauchten auch sie am vergangenen Wochenende beim 0:5 unter. Heute erhält Zugs Trainer Harold Kreis eine weitere Chance, den Lauf der ZSC Lions zu unterbinden. Es ist vielleicht seine letzte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.