Steigerungslauf bringt Sieg

Die NLB-Volleyballerinnen des VBC Aadorf setzen sich gegen den VB Therwil mit 3:1 durch. Aadorf steht nun kurz vor dem zweiten Titelgewinn in Folge.

Rodrigo Teixeira
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VOLLEYBALL. In der sechsten NLB-Playoff-Runde traf der VBC Aadorf auswärts auf den VB Therwil und damit auf das vielleicht beste Defense-Team der Liga. Dementsprechend war es eine äusserst schwierige Partie für die Thurgauerinnen, die bereits im Hinspiel erst im Tie-break das Team aus dem Baselbiet besiegen konnten.

Vorsichtig in Partie gestartet

Bereits im Vorfeld des Spiels ermahnte Headcoach Frieder Strohm sein Team zur Geduld. Die Thurgauerinnen starteten entsprechend vorsichtig in die Partie. Dennoch war es eine ausgeglichene Angelegenheit. Obwohl Aadorf des öfteren mehrere Anläufe benötigte, um den Punkt zu erzielen, blieben sie ihrer Strategie treu. Bis zur Satzmitte schien der Plan auch aufzugehen. Doch je länger der Satz dauerte, desto mehr Fehler machten die Aadorferinnen. Die Therwilerinnen, die bekannt dafür sind, keinen Ball verloren zu geben, wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Es gelang ihnen, sich einen Zwei-Punkte-Vorsprung zu erspielen, diesen dank grosser Aadorfer Hilfe auszubauen und bis zum Satzende zu verwalten. Der Satz ging dementsprechend verdient mit 25:20 an die Hausherrinnen.

Auch der Start in den zweiten Satz verlief für Aadorf ähnlich wie der erste. Bedacht, möglichst keine Fehler zu machen, agierten die Thurgauerinnen zu verhalten. Erst als Strohm seine erste Auszeit nahm und sein Team bat, die Handbremse zu lösen, schaffte es Aadorf, sich mehr durchzusetzen. Obwohl Therwil sich nicht abschütteln liess, blieben die Thurgauerinnen in Front und schafften ebenfalls mit 25:20 den Satzausgleich.

Aadorf wehrt vier Satzbälle ab

Wie die ersten beiden Sätze war auch der dritte Satz lange ausgeglichen. Die Therwilerinnen hielten sehr gut mit und verstanden es, Aadorf in Schwierigkeiten zu bringen. Die Aadorferinnen liessen sich dadurch immer wieder zu Fehlern verleiten, und so kam es, dass Therwil beim Stand vom 24:20 zum ersten Satzball kam. Was dann kam, war nicht nur für die Zuschauer ein echter Krimi. Mit ein wenig Glück und dank einer starken Aadorfer Bank schaffte es das Team um Headcoach Strohm, vier Satzbälle abzuwehren und auf 24:24 auszugleichen. Die Zuschauer und das Heimteam trauten ihren Augen nicht. Aadorf wackelte, fiel jedoch nicht. Beim Stand von 26:25 konnte Therwil seine fünfte Chance, den Satz zu holen, auch nicht verwerten. Nach dem Ausgleich zum 26:26 liess sich Aadorf nicht mehr überraschen und schaffte es, einen bereits verloren geglaubten Satz doch noch zu drehen und mit 28:26 für sich zu entscheiden.

Ein abgeklärter vierter Satz

Das junge Team aus Therwil konnte die Enttäuschung im vierten Satz nicht verbergen. Das Team um Trainerin Jana Surikova verlor ein wenig den Faden. Auf einmal war die Unsicherheit auf Therwiler Seite da, und Aadorf verstand dies mit starken Services auszunutzen. Der Widerstand der Therwilerinnen war nun gebrochen. Die Thurgauerinnen kontrollierten das Spiel nun weitgehend und liessen sich den Satz nicht mehr nehmen. Nach einem Steigerungslauf gegen einen äusserst schwierigen Gegner kommen die Thurgauerinnen zu einem 25:20 im vierten Satz und einem hart erkämpften 3:1-Auswärtssieg.

Aadorf mit 26, gefolgt von Val-de-Travers mit 22 und Volley Lugano mit 20 Punkten, bleibt nach diesem Sieg Leader in der Finalrunde und steht zwei Spieltage vor Schluss unmittelbar vor dem zweiten Titelgewinn in Folge.

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