Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STEIGERUNG: Schweizer Alpine legen kräftig zu

Die Schweizer Skifahrer können auf einen erfolgreichen Winter zurückblicken. In der Weltcupsaison 2017/2018 sammeln sie mehr Podestplätze als vor einem Jahr und so viele Punkte wie seit 1992 nicht mehr.
Werner Eisenring, sda
Wendy Holdener, einer von vielen Schweizer Lichtblicken der Saison. (Bild: Marco Trovati/AP (Åre, 15. März 2018))

Wendy Holdener, einer von vielen Schweizer Lichtblicken der Saison. (Bild: Marco Trovati/AP (Åre, 15. März 2018))

Werner Eisenring, SDA

Die gestern im schwedischen Åre zu Ende gegangene Weltcup-Saison war für die alpinen Skifahrer des schweizerischen Teams ein äusserst erfolgreicher Wettkampf-Winter. Neben einer Steigerung der Podestplatz- und der Punkteausbeute konnte sich das Männerteam auch erstmals seit langem wieder über den Sieg einer kleinen Kristallkugel freuen. Sieben Jahre nach Didier Cuche sicherte sich Beat Feuz, der auch an den Olympischen Spielen mit zwei Medaillen zu den Schweizer Aktivposten zählte, die wohl wichtigste Disziplinen-Wertung aus alpenländischer Sicht, jene in der Abfahrt. Feuz gewann in Lake Louise, Wengen und Garmisch, in sieben von neun Rennen fuhr er aufs Podest. Neben dem Emmentaler errang bei den Männern nurmehr Ramon Zenhäusern beim Parallelslalom in Stockholm einen einzelnen Weltcupsieg für die Schweiz.

Erfreulich war aber auch, dass die Schweiz seit dieser Saison im Slalom der Männer über eine so breite Equipe verfügt wie noch nie. Luca Aerni war so etwas wie der Türöffner. Er wurde im Dezember Zweiter in Madonna und schaffte es als erster Schweizer seit knapp acht Jahren aufs Podium eines Slaloms. Daniel Yule zog mit seinen dritten Plätzen in Kitzbühel und Schladming nach, ehe Zenhäusern als Olympiazweiter den Glanzpunkt setzte und schliesslich im ersten Rennen nach den Titelkämpfen in Kranjska Gora im Weltcup gleich nachdoppelte.

Holdener führt das Frauenteam an

Eine Kristallkugel für einen Disziplinensieg durfte sich auch Wendy Holdener überreichen lassen. Die Schwyzerin gewann wie schon 2016 die Kombinations-Wertung, die allerdings nur zwei Prüfungen umfasste, nicht mehr lange im Programm der FIS stehen wird und den Parallelslaloms weichen soll. Für Holdener indes stellt dies kein Problem dar, denn auch in der Sparte Frau gegen Frau ist sie eine der besten Fahrerinnen im Weltcupfeld. Im Spezial-Slalom hingegen wartet die Schwyzerin weiter auf ihren ersten Sieg. Auch in dieser Saison kam sie an Mikaela Shiffrin praktisch nie vorbei, erreichte aber in sieben von neun Slaloms einen Podestplatz und hatte grossen Anteil daran, dass die Schweizer Frauen in der Nationenwertung bis zuletzt die Österreicherinnen bedrängen konnten.

Auch die Olympiasiegerin in der Kombination, Michelle Gisin, die es in den Speed-Rennen erstmals aufs Podium schaffte, oder Jasmine Flury mit ihrem überraschenden Sieg im Super-G von St. Moritz sorgten für Aufsehen im Schweizer Frauenteam. So konnte aufgefangen werden, dass Lara Gut im Winter nach ihrem Kreuzbandriss nicht so stark auftrumpfte wie ehedem. Aber auch die Tessinerin trug mit ihrem Sieg beim Super-G in Cortina zu den sieben Schweizer Saisonsiegen bei. So wurde die letztjährige Marke von sechs Siegen, wobei allein Gut deren fünf beisteuerte, knapp übertroffen. Eine deutliche Steigerung gab es hingegen bei den Podiumsplätzen: 23 waren es im Vorwinter, 2017/2018 konnte diese Zahl auf 32 ausgebaut werden. Einzig im Riesenslalom blieben die Schweizer Alpinen ohne Podestplatz.

Kräftig zulegen konnte Swiss Ski auch nach Punkten. Erstmals seit 1992 knackten die Alpinen die 8000er-Marke. Im Winter zuvor hatten 6292 Punkte resultiert, diesmal waren es 8441 Zähler. Österreich, das mit 10 725 Punkten obenaus schwang, in der Nationenwertung letztmals 1989 hinter der Schweiz lag und seither immer gewann, war auch schon deutlich weiter entfernt.

Hirscher und Shiffrin in einer eigenen Liga

Aus internationaler Sicht überstrahlten im Weltcupwinter 2017/2018 zwei Namen alles. Einerseits Marcel Hirscher, der mit seinen 13 Saisonsiegen den Rekord bei den Männern einstellte und zum siebenten Mal in Folge Weltcup-Gesamtsieger wurde. Andererseits Mikaela Shiffrin, die ein Dutzend an Siegen einfahren konnte und wie im Vorjahr ebenfalls die grosse Kugel gewann. Diese beiden Athleten waren fast im Alleingang dafür verantwortlich, dass Österreich und die USA in Bezug auf die einzelnen Siege die erfolgreichsten Nationen waren. Die Österreicher kamen auf insgesamt 19 Siege, was dem besten Wert aller Teams entspricht. Auch bei den Skiherstellern liegen zwei Marken klar voraus: 54 von 76 Rennen wurden von Atomic-Fahrern wie Hirscher und Shiffrin oder von Athleten auf Head-Ski gewonnen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.