Steigerung bleibt ohne Lohn

Der FC Wil verbleibt weiter im Abstiegskampf. Auswärts beim neuen Leader Servette unterliegt er wegen eines Gegentreffers in der Nachspielzeit mit 1:2.

Simon Dudle/Genf
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FUSSBALL. «Das war eine tadellose Leistung. Die Mannschaft hat die Aufgabe gut gelöst», sagte FC-Wil-Präsident Roger Bigger. Er kam zu diesem Fazit, obwohl die Wiler mit 1:2 verloren hatten, seit Mitte März auf einen Sieg warten und der Vorsprung auf die Abstiegszone fünf Runden vor Schluss nur noch vier Punkte beträgt. Eine Trainerdiskussion erstickte er im Keim.

Dem Präsidenten hatte gefallen, wie die Mannschaft auf den schwachen Auftritt drei Tage zuvor bei Le Mont reagiert hatte, die Ordnung wiederhergestellt war und sie dem neuen und womöglich temporären Leader während der gesamten Partie Paroli geboten hatte. Am Ende blieben die Bemühungen ohne Lohn. Den Genfern genügte eine Tempoverschärfung nach der Pause, um den dritten Sieg binnen Wochenfrist zu realisieren.

Kollers Abschluss an die Latte

Der gefeierte Mann war erneut Robin Kamber, 19jährige Leihgabe des FC Basel. Am vergangenen Donnerstag hatte er mit einem prächtigen Abschluss aus der Distanz in der 89. Minute das Genfer Siegtor beim 1:0-Erfolg in Biel erzielt, dieses Mal traf er noch später. Es lief längst die Nachspielzeit, als Kamber die knapp 5700 Zuschauer erlöste.

Aus Wiler Sicht war es einfach nur bitter. Die Gäste hatten ihre Haut teuer verkauft und wenig zugelassen. Das Spielgeschehen war über weite Strecken ausgeglichen, und vor der Pause wurde ein Abschluss Dario Kollers aus der Distanz von Servette-Goalie Jérémy Frick an die Latte gelenkt.

Erneut ein später Tiefschlag

Nach dem Seitenwechsel kamen die Genfer besser ins Spiel und gingen nach knapp einer Stunde durch Neven Markovic in Führung. Darauf antworteten die Gäste zwölf Minuten später mit dem Ausgleich von Pascal Cerrone. Der aufgerückte Aussenverteidiger musste den Ball nur noch ins leere Tor einschieben, nachdem Samir Fazli am Genfer Goalie gescheitert war. Da die Wiler zum zweitenmal innerhalb von acht Tagen in der 92. Minute Zählbares aus der Hand gaben, mussten sie den nächsten Tiefschlag akzeptieren.

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