Steffi Buchli: «Die Absage ist gravierend, ich bin besorgt und beunruhigt!»

Welche Bedeutung hat die Absage der Eishockey-Meisterschaft für den TV-Sender MySports, der die Spiele übertragen hat? Chefin Steffi Buchli nimmt im Interview Stellung.

Etienne Wuillemin
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Das Fernsehstudio von MySports.

Das Fernsehstudio von MySports.

Keystone

Die Klub-Bosse haben am Donnerstagmorgen an einer Telefonkonferenz entschieden: Keine Playoffs, die Schweizer Eishockey-Meisterschaft ist per sofort zu Ende. Ein gravierender Entscheid auch für den TV-Sender MySports. Programmleiterin Steffi Buchli nimmt Stellung.

Steffi Buchli, die Eishockey-Meisterschaft ist wegen des Corona-Virus vorzeitig zu Ende, es wird keine Playoffs geben. Wie denken Sie darüber?

Steffi Buchli: Ich bin besorgt und beunruhigt. Der Sport spielt dabei ehrlich gesagt nur eine Nebenrolle. Klar: Wir stehen da mit einer Saison ohne Meisterentscheidung. Ein solches Szenario hätte ich nie für möglich gehalten. Das ist heftig und mir tun die Fans leid. Aber Corona wird uns wohl oder übel noch mehr solche Überraschungen bieten.

Welche Folgen hat der Entscheid für MySports und UPC?

Um darauf eine Antwort zu geben, ist es zu früh. Wir können die Folgen im Moment noch nicht abschätzen.

Wie waren die Reaktionen der Mitarbeiter? Sind auch für sie Folgen zu befürchten? Ist sogar das Ende des «Projekts Eishockey» auf MySports zu befürchten?

Wir waren vorbereitet darauf, zwei Monate mit Mann und Maus Vollgas zu geben. Dazu wird es nicht kommen. Das ist gravierend, aber natürlich geht unsere Reise weiter.

Nun werden die Diskussionen ums Geld losgehen. Swiss Icehockey beruft sich bei der Absage auf «höhere Gewalt». Macht es sich der Verband damit zu einfach? Und wie sieht die Sicht der Dinge der TV-Stationen aus?

Das wird unsere Evaluation in den kommenden Tagen zeigen. Das sind aber Diskussionen, die wir sicher nicht öffentlich führen werden.