Das Vergnügen des Radprofis Stefan Küng

Der beste Schweizer Profi bleibt dem französischen Team «Groupama-FDJ» treu. Der Thurgauer Stefan Küng hat den Vertrag vorzeitig bis Ende 2023 verlängert.

Daniel Good
Drucken
Teilen
Der Thurgauer Radprofi Stefan Küng

Der Thurgauer Radprofi Stefan Küng

Urs Flüeler/Keystone (Einsiedeln, 4. Juni 2019)

«Das Motto dieses Teams lautet: Der Wunsch zu kommen, das Vergnügen zu bleiben. Jetzt verstehe ich die volle Bedeutung dieser Worte», sagt der Thurgauer aus Wilen bei Wil. Der in Frauenfeld wohnende Küng ist davon überzeugt, dass «Groupama-FDJ mir die Struktur bietet, welche ich für meine persönliche Entwicklung brauche».

Erster WM-Medaillengewinner seit 20 Jahren

Der WM-Dritte von 2019 fährt seit Anfang der vergangenen Saison für die Franzosen. In England gewann der 26-Jährige im September die erste Schweizer Medaille in einem WM-Strassenrennen seit 20 Jahren.

Der nördlich von Paris domizilierte Rennstall ist finanziell gut aufgestellt. Groupama ist ein Versicherungskonzern, FDJ (La Française des Jeux) die staatliche Lotteriegesellschaft mit einem Umsatz von rund 15 Milliarden Euro.

Ein Teamkollege soll die Tour de France gewinnen

Die beiden Hauptsponsoren haben schon bis 2024 verlängert. Mit Küng bleibt auch Thibaut Pinot, der die Tour de France gewinnen soll. Gesamtdritter war der Franzose schon.

Küng kann in der Mannschaft eine Führungsrolle übernehmen. Dank der WM-Medaille ist das Vertrauen der Teamgefährten in den Ostschweizer weiter gestiegen. In den Gesprächen zur Vertragsverlängerung «kamen wir sehr schnell zu einer Einigung», so Küng.

Er soll in Eintagesrennen Spitzenplätze erzielen, ist aber auch ein wichtiger Helfer Pinots in der Tour de France.

Bis Ende 2018 stand Küng im amerikanischen Rennstall BMC unter Vertrag.