Stefan Küngs Angriffsgeist bleibt im Giro unbelohnt

RAD. Der Thurgauer Stefan Küng liess in der siebten Etappe des Giro d'Italia eine Attacke auf die andere folgen, doch die Lorbeeren holte sich wie schon am Mittwoch der Deutsche André Greipel, der im Spurt des Feldes erneut der Stärkste war. Tom Dumoulin blieb Leader.

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RAD. Der Thurgauer Stefan Küng liess in der siebten Etappe des Giro d'Italia eine Attacke auf die andere folgen, doch die Lorbeeren holte sich wie schon am Mittwoch der Deutsche André Greipel, der im Spurt des Feldes erneut der Stärkste war. Tom Dumoulin blieb Leader. Die Auszeichnung des kämpferischsten Fahrers gebührte einem Schweizer. Der 22jährige Küng zeigte sich überaus angriffig. Schon kurz nach dem Start war der Ostschweizer mit drei Begleitern weggekommen, wonach er sich die erste Bergwertung sicherte.

Beeindruckende Soloflucht

Das Feld holte die Flüchtlinge wieder ein, aber auf Initiative von Küng bildete sich eine weitere Ausreissergruppe. Auch die wurde wieder gestellt, doch Küng liess nicht locker. In der Abfahrt nach der letzten Bergwertung des Tages griff der Küng erneut an. Alleine versuchte er diesmal sein Glück. 30 Kilometer vor dem Ziel lag er 50 Sekunden vor dem Feld, weitere zehn Kilometer später betrug seine Reserve aber nur noch eine knappe halbe Minute. Eine realistische Chance auf den Etappensieg besass der Weltmeister in der Einzelverfolgung damit nicht mehr, aber es war dennoch beeindruckend, wie lange er sich vorne behaupten konnte. Das Pfeiffer'sche Drüsenfieber, das Küng lange von den Strassen ferngehalten hatte, scheint endgültig überwunden.

Morgen ein Zeitfahren

Morgen findet auf einem coupierten Kurs ein Einzelzeitfahren über 40,5 Kilometer statt, in dem Fabian Cancellara brillieren möchte. Für Küng könnte es etwas zu lang sein. (sda)