Stefan Küng muss weiter auf Renneinsätze warten

RAD. Ursprünglich wollte Bahn-Weltmeister Stefan Küng heute am Etappenrennen Tirreno–Adriatico die Strassensaison fortsetzen. Wegen einer Krankheit, die sich schon Mitte Februar im Vorfeld der Bahn-WM bemerkbar gemacht hat, muss Küng den siebentägigen Wettkampf in Italien aber auslassen.

Daniel Good
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RAD. Ursprünglich wollte Bahn-Weltmeister Stefan Küng heute am Etappenrennen Tirreno–Adriatico die Strassensaison fortsetzen. Wegen einer Krankheit, die sich schon Mitte Februar im Vorfeld der Bahn-WM bemerkbar gemacht hat, muss Küng den siebentägigen Wettkampf in Italien aber auslassen. Voraussichtlich startet der 21jährige Thurgauer am 25. März in Belgien wieder, am Rennen «Quer durch Flandern». «Es hätte keinen Sinn gemacht. Der Renneinstieg wäre eindeutig zu früh gekommen. Ich muss nun die notwendige Geduld aufbringen», sagt der liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger.

Eine virale Infektion der Atemwege hatte die Gesundheit Küngs beeinträchtigt. Betroffen war auch die Lunge. Als es etwas besser wurde, trainierte Küng wieder. Aber zu früh und zu viel. Deshalb gab es einen Rückschlag mit einem Infekt, so dass er Antibiotika nehmen musste.

Ein Entwicklungsschritt

«Das ist neu für mich. Ich war noch nie krank oder verletzt», sagt Küng. Vielleicht ist die Zwangspause ein weiterer Schritt in der Entwicklung Küngs zum Radprofi mit grossen Perspektiven. «Ich muss für meinen Körper die richtigen Lehren daraus ziehen», sagt er. Küngs Team drängt den jungen Fahrer nicht zu Renneinsätzen. Bis zur ersten Trainingsfahrt bewegte sich der Ostschweizer mit Spazieren, verbrachte Zeit mit der Familie und Freunden und versuchte, vom Sport Abstand zu nehmen. «Wenn schon eine Pause, dann eine richtige. Ich kann es sogar ein Stück weit geniessen. Aber natürlich wäre ich lieber gesund und würde Rennen bestreiten», sagt Küng.

Beim Arzt und auf dem Velo

Gestern nun war Küng zum letztenmal beim Arzt und zum erstenmal wieder auf dem Velo. Er unternahm eine zweistündige, lockere Fahrt durch den Thurgau. «Antibiotika muss ich nun nicht mehr nehmen.»

Der in Wilen bei Wil wohnhafte Küng ist der grösste Hoffnungsträger im Schweizer Radsport. Im vergangenen Jahr war er vierfacher U23-Europameister, im Februar wurde er in der Nähe von Paris Elite-Weltmeister in der Einzelverfolgung.

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