Stefan Küng auf den Spuren Cancellaras

RAD. Als Fahrt durch die Hölle des Nordens wird Paris-Roubaix oft bezeichnet. Nun hatten mit dem Rennen der U-23-Kategorie die Stars von morgen Gelegenheit, sich mit den Tücken der berühmt-berüchtigten Classique im Norden Frankreichs auseinanderzusetzen.

Drucken
Teilen

RAD. Als Fahrt durch die Hölle des Nordens wird Paris-Roubaix oft bezeichnet. Nun hatten mit dem Rennen der U-23-Kategorie die Stars von morgen Gelegenheit, sich mit den Tücken der berühmt-berüchtigten Classique im Norden Frankreichs auseinanderzusetzen. Die Strecke war nicht so anspruchsvoll wie bei den bestandenen Profis, aber mit 189 Kilometern, davon 37 Kilometer über Kopfsteinpflaster-Strässchen, noch immer happig genug. Als furchtloser Puncher und starker Roller fühlte sich Stefan Küng in seinem Element. Aber wie schon in der Flandern-Rundfahrt, als er auf der Zielgeraden im Spurt um einen Podestplatz unverschuldet in einen Sturz mitgerissen wurde, vermochte er als Zwölfter seine Leistung nicht in ein entsprechendes Resultat umzumünzen.

«Kurz nach dem Start setzten sich 16 Fahrer ab. Eine Aufholjagd kam nie richtig in Gang. Ich versuchte mehrmals vergeblich, eine Konterattacke zu lancieren. Als es endlich gelang und unsere kleine Gruppe der Spitze schon recht nahe gekommen war, wurden wir von einer geschlossenen Bahnschranke gestoppt, und das Feld schnappte uns wieder», sagt der 20jährige Thurgauer. Aber er liess nicht locker. 30 Kilometer vor Roubaix attackierte er erneut, kam mit zwei weiteren Fahrern weg, die er auf dem Pavés-Abschnitt beim Carrefour de l'Arbre stehenliess. «Mir war, als würde ich über die Pavés fliegen», schwärmt Küng, der noch bis auf wenige Sekunden an Konkurrenten herankam, die um den 4. Platz spurteten. «In meiner Alterskategorie gehöre ich hier zu den Besten. Ich werde mit viel Selbstvertrauen zurückkehren», lautet Küngs Fazit. Ein junger Schweizer auf den Spuren Fabian Cancellaras. (jc)

Aktuelle Nachrichten