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Interview

Statt Geburtstagsfeier gibts den WM-Titel

Catarina Bieler aus Horw hat es geschafft: Sie verteidigt ihren WM-Titel im Kimura-Shukokai-Stil. Ihr Trainer Pascal Egger holt sich die Silbermedaille.
René Barmettler
Catarina Bieler (Karateka links) während ihres WM-Finalkampfs. Bild: Mirco Dalla Lana (Stockholm, 21. Juli 2018)

Catarina Bieler (Karateka links) während ihres WM-Finalkampfs. Bild: Mirco Dalla Lana (Stockholm, 21. Juli 2018)

Sie darf sich nun Doppelweltmeisterin nennen: Catarina Bieler, die 19-jährige Luzernerin verteidigte ihren Titel bei den U21-Kumite in Stockholm. Vor zwei Jahren in Berlin holte sie sich ihren ersten WM-Titel. 2017 in Tallinn (EST) kam der EM-Titel bei den Eliten dazu. Ihr Trainer Pascal Egger, der 35-jährige Weggiser, erreichte bei den Elite-WM in Schweden den zweiten Platz.

Catarina Bieler, Sie äusserten sich im Vorfeld optimistisch und sprachen von der Goldmedaille. Wie glücklich sind Sie, dieses hoch gesteckte Ziel nun tatsächlich erreicht zu haben?

Sehr, sehr, sehr glücklich. Man darf sich seiner Sache im Voraus nie zu sicher sein. Manchmal plagen einen auch Zweifel, ob man es auch wirklich schaffen kann. Ich habe für dieses Ziel sehr hart trainiert. Ich bin meinem Trainer Pascal Egger und Antonella Bergamin auch sehr dankbar, dass sie dies alles überhaupt möglich gemacht haben. Sie haben mich und alle anderen Karatekas nicht nur im Training, sondern auch an der WM überall unterstützt wo es nur ging. Auch mein Trainer wurde für seine vielen Trainings und seine ganze Arbeit belohnt, indem er sich den zweiten Platz erkämpft hatte. Ich denke, all seine Schüler gönnen ihm diesen Sieg von ganzem Herzen.

Empfanden Sie den Druck, den Sie sich selber auferlegt haben als Last?

Last ist mir zu negativ behaftet. Aber ich wäre schon sehr enttäuscht gewesen, hätte ich den WM-Titel nicht geholt.

Während der WM hatten Sie Geburtstag, wurden 19-jährig, und mussten deswegen die Feier verschieben. Haben Sie diese inzwischen nachgeholt?

Ja, definitiv. Ich konnte diesen ja nicht am 16. Juli feiern, weil ich da mit dem Flugzeug unterwegs war, und so ging er halt ein wenig unter. Aber einen kleinen Geburtstagskuchen zum Frühstück gab es trotzdem. Die Feier habe ich an der WM-Abschlussparty und danach auch noch gemütlich mit meiner Familie nachgeholt.

Wie bereiteten Sie sich mental auf den finalen Kampf vor?

Am Freitag hatte ich den Halbfinalkampf. Danach musste ich erst runterfahren, ein erstes Ziel hatte ich nun erreicht. Es herrschte eine gewisse Vorfreude, vor dem Einschlafen spürte ich eine Nervosität, weil ich da Zeit zum Nachdenken hatte. Am nächsten Morgen konnte ich mich dann aber auf diesen Finalkampf einstellen, da hatte es keinen Platz mehr, nervös zu sein.

Sie wollen im Herbst ein Medizinstudium beginnen, warten aber noch auf die Aufnahme-Prüfungsergebnisse (Numerus clausus). Können Sie nun etwas Sommerferien geniessen?

Ja, ich habe nun noch einen Monat Zeit und verbringe im Moment Ferien in Italien am Meer.

Was sind Ihre nächsten sportlichen Ziele?

Das weiss ich noch nicht. Je nachdem, wo ich studieren werde, wird sich weisen, wie viel ich überhaupt noch ins Training investieren kann. Aber falls es irgendwie geht, würde ich diesen Weltmeister-Titel noch so gerne verteidigen.

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