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Weshalb Freestyler Andri Ragettli als Werbeträger besser taugt als Beat Feuz

Swiss Olympic lanciert eine Kampagne und sagt sich dabei: Neue Vorbilder braucht das Land. So steht statt eines alpinen Skifahrers plötzlich ein Freestyler hoch im Kurs – den sozialen Medien sei Dank.
Rainer Sommerhalder
Spektakuläres Vorbild: Andri Ragettli, hier an den Olympischen Spielen. (Bild: Ulrik Pedersen/Freshfocus (Pyeongchang, 18. Februar 2018))

Spektakuläres Vorbild: Andri Ragettli, hier an den Olympischen Spielen. (Bild: Ulrik Pedersen/Freshfocus (Pyeongchang, 18. Februar 2018))

Welche Sportler erreichen in der heutigen Zeit am besten Jugendliche? Muss man dafür ein Held auf der Piste oder doch eher auf Social Media sein? Swiss Olympic hat für sein neustes Projekt die perfekte Antwort gefunden.

Geht es im Sport um eine Dopingprävention wie «Cool and clean» oder um die grosse Ethik-Kampagne «Spirit of Sport», ­werden oft und gerne Sportler als Botschafter miteinbezogen. Schliesslich zieht die Vorbildwirkung gerade bei Jugendlichen. Da erweist sich ein Olympiasieger oder Weltmeister als willkommener Kampagnenmotor.

Mehr als 1500 Schulklassen werden angesprochen

So sieht es auch Swiss Olympic bei der Lancierung des Winterspecials von «Schule bewegt». Der Schweizer Dachverband für Sport hat das populäre Bewegungsförderungsprogramm für Kinder und Jugendliche vor einem Jahr vom Bundesamt für Sport übernommen und im Juni 2018 neu als Onlineplattform positioniert. Auf einer Homepage finden sich geeignete Übungen, um während des Schulunterrichts kurze Bewegungsblöcke mit unterschiedlichen Ansätzen einzubauen. Das Tool ist beliebt. Seit der Neulancierung in diesem Sommer haben sich über 2000 Lehrpersonen auf der Website registriert. Mehr als 1500 Klassen haben Übungsmaterial bestellt und die Seite mit den Aufgaben wurde rund 65000-mal besucht.

Viermal im Jahr sollen künftig solche «Specials» für Abwechslung und eine höhere Frequentierung der Homepage sorgen. Seit dem Wochenende findet man 15 Spezialübungen zum Thema Winter. Übungsleiter auf den Videos ist ein Spitzensportler. Noch vor zehn Jahren wäre sonnenklar gewesen, dass hier ein Skirennfahrer wie Beat Feuz oder ein Langläufer wie Dario Cologna die Rolle des Vorbilds übernehmen muss.

Der neue Musterschüler bei Swiss Olympic heisst aber Andri Ragettli, ist 20 Jahre jung, frech, laut und Freestyle-Skifahrer. Also so wie viele der Jugendlichen, die man mit den Übungen erreichen will. «Ragettli hat am Sportgymnasium eben erst die Matura gemacht. Mit seinen Youtube-Filmen ist er auf eine gute Art auch in den sozialen Medien bekannt. Und er kann sich mit den Zielen unserer Kampagne sehr gut identifizieren. Ragettli ist ein ideales Vorbild für die Jungen», sagt Projektleiter Rafael Meier über den Bündner Ragettli, der die Matura an der Sportmittelschule Engelberg absolviert hat.

Social-Media dient mehr als TV-Präsenz

Der Slopestyle-Gesamtweltcupsieger stellte sich gerne als Übungsleiter für «Schule bewegt» zur Verfügung. «Den ganzen Tag im Klassenzimmer sitzen und lernen, das fand ich manchmal anstrengend. Ich finde es cool, setzt Swiss Olympic mit dem Programm ein Zeichen für mehr Bewegung im Alltag», sagt Andri Ragettli.

Meier möchte in Zukunft weitere Athleten in die Kampagne einbinden, auch wenn «Schule bewegt» mehr als Gesundheits- denn als Sportprogramm positioniert ist. Ideen für kommende Module sind da – etwa eine Zusammenarbeit mit dem Behindertensportverband Plusport oder ein Special zur Jugendolympiade, die im Winter 2020 in Lausanne stattfindet. Auch hier drängt sich ein Video mit einem frischen Gesicht auf, das Teenager anspricht. Und dafür dienen heutzutage Social-Media-Aktivitäten nun mal besser als reine TV-Präsenz.



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