Starkes Männer-Duo auf Hawaii

Ronnie Schildknecht und Mathias Hecht sind an der Ironman-WM auf Big Island für ein Glanzresultat der Schweizer Männer verantwortlich. Schildknecht wird Vierter, Hecht Neunter.

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Bei den Männern haben in der 30jährigen Geschichte der Ironman-WM auf Hawaii erst zum zweitenmal nach 1999 zwei Schweizer die Top Ten und somit die Preisgeld-Ränge erreicht. Der zweifache Ironman-Switzerland-Sieger Schildknecht erreichte mit Platz vier das beste Schweizer Männer-Resultat seit Christoph Mauch, der 1998 und 1999 jeweils diesen Rang belegt hatte. Schildknecht verlor auf den drittklassierten Belgier Rutger Beke lediglich 23 Sekunden.

Einst gegen Federer gespielt

Der Zürcher Schildknecht fühlte sich «so gut vorbereitet wie nie zuvor für Hawaii» und setzte die ab der zweiten September-Woche in San Diego antrainierte Form mit einer starken Leistung in allen drei Disziplinen um. Für den vierten Platz kassierte er eine persönliche Rekordbörse in der Höhe von 20 000 Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie die aktuelle Siegprämie am Ironman Switzerland (8000 Dollar). Der vierte Platz auf Hawaii ist auch das deutlich wertvollste Resultat von Schildknecht, der einst auch als Tennis-Junior gegen Roger Federer ein durchaus beachtliches 4:6, 4:6 erzielt hatte.

Der Willisauer Mathias Hecht, der in diesem Jahr jeweils Dritter am Ironman Australien sowie in Lake Placid war, erhält für Platz neun immerhin noch 7500 Dollar. Auch für Hecht ist dies der bedeutendste Erfolg seiner Karriere. Die unmittelbare Hawaii-Vorbereitung mit dem zweifachen deutschen Hawaii-Sieger Normann Stadler in Kalifornien zahlte sich für Hecht damit aus. Schildknecht und Hecht waren in Hawaii zudem die einzigen Top-Ten-Finisher bei den Männern, die noch nicht 30 Jahre alt sind.

Alexander und Wellington

Die Titel und jeweils 110 000 Dollar Siegpreisgeld holten sich der Vorjahres-Zweite Craig Alexander aus Australien sowie die Britin Chrissie Wellington, die zum zweitenmal in Folge bei den Frauen siegte. Alexander war vor zwei Jahren bereits Weltmeister über die halbe Ironman-Distanz in Clearwater, Florida, gewesen. Wellington deklassierte trotz eines kurzen Stops im Radfahren wegen eines platten Reifens die Konkurrenz um knapp 15 und mehr Minuten.

Matter beste Schweizerin

Sibylle Matter klassierte sich bei den Frauen auf dem 13. Rang und wurde damit beste Schweizerin. Die sechsfache Siegerin Natascha Badmann hielt sich bis ungefähr Kilometer 15 im Laufen unter den Top 25, gab dann aber wegen Schmerzen in ihrer im Vorjahr auf Hawaii lädierten Schulter auf. Dennoch zeigte sich die 41jährige zufrieden: «Ich finde es genial, dass mich mein Körper so weit brachte. Es war wichtig für mich, dass ich es versucht habe. Ich bin auch deshalb gestartet, um mir eine Standortbestimmung für das nächste Jahr zu verschaffen.» (si)

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