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Starke Thurgauer Vertretung

Sechs Schweizer starten heute in Düsseldorf zur grossen Landesrundfahrt. Drei von ihnen stammen aus dem Kanton Thurgau: Stefan Küng, Reto Hollenstein und Michael Albasini.

Drei Schweizer Profis stellt BMC. Das mit amerikanischer Lizenz fahrende, vom Zürcher Andy Rihs seit Jahren mit vielen Millionen alimentierte Team hat mit Richie Porte einen der grössten Anwärter auf den Gesamtsieg in den Reihen. Zu den Helfern Portes gehört auch Stefan Küng, der sich heute im 14 Kilometer langen Auftakt-Zeitfahren in Düsseldorf gute Chancen auf den Sieg ausrechnen darf.

Reto Hollenstein musste sich im vergangenen Jahr eine neue Equipe suchen. Fündig wurde der seit langem in Österreich lebende Thurgauer bei Katjuscha. Die ursprünglich fast rein russische Mannschaft hat sich zuletzt in-ternationalisiert und fährt als einziges World-Tour-Team mit Schweizer Lizenz.

Für den Auftakt seiner vierten Tour de France hintereinander hat Hollenstein ein ideales Szenario im Kopf: «Nur allzu gerne würde ich Helferdienste für meinen in Gelb fahrenden Teamkollegen Tony Martin leisten.» Wenn sich aber nicht der Deutsche beim Heimauftakt das Maillot jaune schnappe, «so hoffe ich auf Stefan Küng, schliesslich sind wir im gleichen Veloclub».

Michael Albasini mit weniger Freiraum

Michael Albasini ist beim australischen Team Orica-Scott seit Jahren eine Grösse. Der Thurgauer erreichte schon zahlreiche Etappensiege bei mittelgrossen Rennen wie der Tour de Suisse und Tour de Romandie. Ob er von der Teamführung wie in der Vergangenheit sporadisch Ausgang erhalten wird, um einen Tagessieg anzustreben, steht noch nicht fest. «Es ist das erste Mal, dass wir im Team von Anfang an auch aufs Gesamtklassement acht geben. Mit Esteban Chaves und Simon Yates haben wir zwei starke Fahrer dabei. Mal schauen, wie viel Freiraum da bleibt. Doch während dreier Rennwochen kann sich viel verändern», bleibt Albasini vor seiner neunten Tour-Teilnahme gelassen. (sda)

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