St. Otmars zweites Gesicht

St. Otmar scheidet im Schweizer Cup in den Achtelfinals aus. Die St. Galler bleiben gegen Wacker Thun chancenlos und verlieren das Heimspiel 28:33.

Daniel Good
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HANDBALL. In der Meisterschaft hatte St. Otmar die Thuner am Mittwoch mit 38:27 bezwungen, im Cup glückte den Berner Oberländern aber 48 Stunden später die Revanche. Der 33:28-Sieg Thuns fiel hochverdient aus. St. Otmar führte nur einmal, als Spielertrainer Jan Filip in der dritten Mitte einen Penalty zum 3:2 verwertete. Aber schon in der sechsten Minute scheiterte der Tscheche beim Stand von 4:3 für Thun vom Siebenmeter-Punkt. Es wäre die letzte Chance zum Ausgleich gewesen. In der Folge baute Thun den Vorsprung kontinuierlich aus und führte in der 44. Minute 27:17.

Als sich die St. Galler Niederlage abzeichnete, war kein Spieler des Ostschweizer Teams in der Lage, als Leader aufzutreten. Es schien, als fügte sich St. Otmar in die Niederlage. Die St. Galler zeigten über weite Strecken der Partie jenes Gesicht, mit dem sie beinahe in die Abstiegsrunde verbannt worden wären.

Spätes Aufbäumen

Goalie Jonas Kindler und Björn Fröhlich, die beiden St. Galler Schlüsselspieler beim Sieg vom Mittwoch, waren gestern im Vergleich zum Mittwoch höchstens Mittelmass. Fröhlich war mit neun Treffern zwar wieder der erfolgreichste Torschütze St. Otmars, der Thurgauer Rückraumspieler verzeichnete aber auch viele Fehlversuche.

Erst in der Schlussphase, als sich Thun in Sicherheit wähnte, kam St. Otmar nochmals auf und wendete wenigstens eine Kanterniederlage ab. In der 56. Minute verkürzte Vedran Banic auf 26:29, eine Minute später erzielte der Kroate das 27:30. Aber St. Otmar war zu spät erwacht, um die Wende zu schaffen.

Wieder an Thun gescheitert

Thun, der Cupsieger der beiden vergangenen Saisons, hatte die Lehren gezogen aus dem Debakel 48 Stunden zuvor. Dank Konsequenz in der Verteidigung und Effizienz im Abschluss waren die Berner Oberländer in keiner Phase des Spiels gefährdet, die Viertelfinals zu verpassen. Auf dem Weg zum Cupsieg 2012/13 hatte Thun daheim St. Otmar Ende Januar in den Viertelfinals 33:26 bezwungen.