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St. Otmar wenig gefordert

Das Derby gegen Fortitudo Gossau gewinnt St. Otmar zu Hause deutlich 34:27. Den Gossauern fehlt es an spielerischer Klasse und zündenden Ideen, um Chancen auf den Sieg zu haben.
Christof Krapf
Gossaus Holger Hug musste nach der roten Karte gegen Gabor Busa im Tor bleiben und hatte gegen die Konter von Raphael Linger kein Mittel. (Bild: Coralie Wenger)

Gossaus Holger Hug musste nach der roten Karte gegen Gabor Busa im Tor bleiben und hatte gegen die Konter von Raphael Linger kein Mittel. (Bild: Coralie Wenger)

HANDBALL. In der 23. Minute war der Arbeitstag von Gossaus Goalie Gabor Busa bereits beendet. Im Ostschweizer-Derby gegen St. Otmar war Busa nach 19 Minuten für Holger Hug eingewechselt worden. Vier Minuten später wollte der 25-Jährige einen Gegenstosspass der St. Galler abfangen und berührte St.-Otmar-Spieler Raphael Liniger ausserhalb des Torraums – Busa wurde vom Platz gestellt. Die Regeln sehen im Fall eines Zusammenpralls eine rote Karte für den Torhüter vor. Ein solcher hat nicht stattgefunden. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätten die Unparteiischen durchaus nur auf eine Zweiminutenstrafe entscheiden können.

Die Disqualifikation gegen den Torhüter von Fortitudo war eine der wenigen Situationen, die für Gesprächsstoff auf dem Feld oder im Publikum sorgten. Am Spielverlauf geändert hat sie allerdings nichts. Derbystimmung kam kaum auf.

Ideenlose Gossauer

St. Otmar geriet nie ernsthaft in Gefahr, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Dafür passte beim Gastteam zu wenig zusammen. Besonders in der Offensive hatte Fortitudo Probleme, den Tritt zu finden. Kamen die Gossauer trotzdem einmal zum Erfolg, mussten sie sich die Treffer erkämpfen. Herausgespielte Tore blieben Mangelware. Dies zeigt auch, dass die Gäste während der ganzen Partie nie von der Flügelposition trafen. «Die Flügelspieler sind vom Rückraum abhängig», sagte Gossaus Kreisläufer Claudio Badertscher. «Um die Tore herauszuspielen und auch einmal von aussen zu einem Abschluss zu kommen, sind wir heute zu wenig als Team aufgetreten.»

Vor dem Derby hatte Gossaus Trainer Rolf Erdin gesagt, dass jeder seiner Spieler eine optimale Leistung abrufen müsse, damit Fortitudo gegen St. Otmar eine Chance habe. Dies gelang nicht. Einer der wenigen Aktivposten bei Gossau war Mirko Milosevic. Der 27-Jährige erzielte zwölf Treffer. Probleme hatte Fortitudo vor allem im mittleren Rückraum. Die Spieler auf dieser Position sind eigentlich für die Organisation der Offensive verantwortlich. Zündende Ideen blieben jedoch weitgehend aus. Florian Engeler spielte zwar engagiert und arbeitete für seine Nebenleute, Torgefahr ging von ihm aber keine aus.

Nach 20 Minuten versuchte Gossau-Trainer Erdin mit der Einwechslung von Valon Dedaj dem Spiel seines Teams neue Impulse zu verleihen. Dedaj erfüllte diese Erwartungen jedoch nicht: Entweder verhedderte er sich in der stabilen Verteidigung der St. Galler oder seine Abschlüsse wurden von St. Otmars Abwehr geblockt.

Einfache Tore für St. Otmar

Mit dem ungefährdeten 34:27-Erfolg gegen Gossau hat sich St. Otmar für die ärgerliche Niederlage zum Saisonstart gegen Bern-Muri rehabilitiert. Das Heimteam bestrafte Fehler von Fortitudo konsequent. Nach Fehlwürfen der Gossauer schalteten die St. Galler rasch um und kamen durch ihren schnellen Flügelspieler Liniger zu zahlreichen einfach Gegenstosstoren. Auch wenn St. Otmar gegen Gossau die ersten Punkte der Spielzeit gewinnen konnte: Die wirklichen Herausforderungen werden in dieser Saison von anderen Teams kommen.

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