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St. Otmar verliert das Spitzenspiel gegen Winterthur

Wie schon in der ersten Begegnung zieht St. Otmar auch im zweiten Vergleich der Saison mit Pfadi Winterthur den Kürzeren. Aufgrund der 28:31-Niederlage liegen die Ostschweizer drei Punkte hinter den neu erstplatzierten Zürchern.
Fritz Bischoff, Winterthur
St. Otmars Spielertrainer Bo Spellerberg. (Bild: Bejamin Manser)

St. Otmars Spielertrainer Bo Spellerberg. (Bild: Bejamin Manser)


Pfadi Winterthur gegen St. Otmar – das ist der Vergleich des Ersten gegen den Zweiten in der ewigen NLA-Tabelle. Es ist eine Begegnung zweier Traditionsclubs mit grosser Vergangenheit, aber auch der Kampf zweier Mannschaften aus der breiten Spitzengruppe der diesjährigen Saison. Die Spitze ist breiter geworden, ein einsam dominierendes Team wie in den vergangenen Jahren fehlt. Mit verantwortlich für den Zusammenschluss an der Spitze ist auch St. Otmar.

Doch ein absolutes Spitzenteam sind die Ostschweizer noch nicht. Mit der 28:31-Niederlage gestern Abend in Winterthur gegen Pfadi haben es die St. Galler verpasst, sich für die knappe und unnötige 29:30-Heimniederlage vor zwei Monaten gegen die Zürcher zu revanchieren und die Tabellenspitze zu übernehmen. So liegen die Ostschweizer als Dritte drei Punkte hinter dem gestrigen Gegner und neuen Tabellenersten zurück.

Sieben Feldspieler, viele Gegentore

Hatten die St. Galler im Hinspiel die Zürcher mit jeweils sieben Feldspielern im Angriff überrascht und diese so in arge Schwierigkeiten gebracht, so versuchten sie dies gestern abermals und nahmen ab dem ersten Angriff in der Offensive ihren Torhüter aus dem Spiel. Unvorbereitet traf dies die Winterthurer nicht, denn sie liessen den zwei Meter grossen Lukas Heer offensiv verteidigen, womit viel von der taktischen Marschrichtung der St. Galler verloren ging. Winterthurs Torhüter Matias Schulz sagte:

«Wir hatten damit gerechnet, dass wir erneut gegen sieben Feldspieler zu verteidigen hätten, denn mit nur sechs Feldspielern sind die St. Galler im Angriff noch berechenbarer.»

So wirkten die Gäste in ihren Aktionen teilweise schon fast etwas unbeholfen und verunsichert. Dies führte alleine in der ersten Halbzeit zu drei Ballverlusten, die der Gegner mit Treffern ins leere Tor nutzte. Trotzdem führte St. Otmar bis zum 8:8-Ausgleich des Heimteams nach 22 Minuten. In der Folge jedoch sahen sich die Winterthurer vorne und führten zur Pause 13:12. Wer nach der Pause ein anderes Spielsystem St. Otmars erwartet hatte, sah sich eines Besseren belehrt.

Taktische Fragezeichen

Bis zur letzten Minute wurde der Torhüter in der Offensive konsequent durch einen siebten Feldspieler ersetzt. Bis zum 23:23 nach 49 Minuten schien das Ansinnen für die St. Galler mehr oder weniger aufzugehen. Doch dann zog Pfadi auf 26:23 weg – die Vorentscheidung zum 31:28-Sieg des Heimteams war gefallen. Drei weitere Treffer der Pfader ins leere Gästetor hatten den Spielausgang wesentlich mit beeinflusst. St. Otmars Goalie Aurel Bringolf sagte:

«Unser Gegner war ganz einfach cleverer als wir. Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt, aber auch unsere Offensivchance zu wenig konsequent genutzt.»

Doch nur diese Fakten begründen die dritte Saisonniederlage im elften Spiel der St. Galler nicht. Weit mehr waren es auch taktische Anordnungen, die nicht immer nachvollziehbar waren. Auf die Frage an Coach Miki Radojicic, weshalb über die gesamten 60 Minuten mit sieben Feldspielern agiert wurde, meinte dieser: «Der Trainer wollte es so.» Bo Spellerberg verteidigte seine Taktik aber:

«Wir gingen damit sicher ein Risiko ein. Dass es am Ende nicht aufgegangen ist, lag an den unnötigen Fehlpässen und unglücklichen Schiedsrichterentscheiden.»

Ansonsten sei er mit der gezeigtenLeistung zufrieden. Dennoch bleiben Fragen offen. Etwa, weshalb die zum Teil ineffizient kämpfenden Max Höning und Andrija Pendic nicht für eine kurze Phase durch Igor Milovic und Dominik Jurilj ersetzt wurden. Sie hätten die gegnerische Defensive vor neue Herausforderungen stellen können, die den Spielverlauf hätten ändern können. So aber musste Winterthur seine taktischen Vorbereitungen nie ändern und kam zum neunten Saisonsieg.

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