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St. Otmar scheitert wieder knapp und rutscht auf den letzten Platz zurück

Die St. Galler NLA-Handballer verlieren in der Finalrunde in einem wenig attraktiven, aber spannenden Spiel bei den Kadetten Schaffhausen 30:31.
Fritz Bischoff, Schaffhausen
Dominik Jurilj kam gegen Schaffhausen nur sehr selten in den Abschluss. (Bild: Urs Bucher)

Dominik Jurilj kam gegen Schaffhausen nur sehr selten in den Abschluss. (Bild: Urs Bucher)

Nein – attraktiver Handball war das nun wirklich nicht, was die Kadetten Schaffhausen und St. Otmar in der NLA-Finalrunde am Mittwoch den nur 386 Zuschauern in der BBC-Arena boten. Es war ein Gewürge, ein Stossen, ein Halten – ohne jeglichen Spielfluss. Dass am Ende die Gastgeber 31:30 gewannen und damit ihren ebenso knappen 29:28-Erfolg aus dem Finalrundenhinspiel bestätigen konnten, war ein Produkt des Zufalls und des Glücks und in keiner Weise das Resultat einer überzeugenden Leistung.

Die Partie lebt von der Spannung

Die Partie lebte von der ersten bis zur letzten Minute nur von der Spannung. Kein Team konnte je einmal mit mehr als zwei Treffern die Führung für sich beanspruchen, die Besserstellung wechselte immer wieder. Dass sie am Ende bei den Schaffhausern lag, hatten diese einerseits Dimitrij Küttel zu verdanken, der 48 Sekunden vor dem Ende zum 31:30 traf, und anderseits dem Unvermögen der St. Galler, die in der verbleibenden Spielzeit keinen Treffer mehr erzielten. Diesen sollte nach einem Freiwurf drei Sekunden vor der Schlusssirene Dominik Jurilj werfen. Doch nicht unerwartet verwarf der 201 cm grosse Athlet, denn im Spielverlauf zuvor schien ihm ein eigentliches Wurfverbot auferlegt worden zu sein. Nur in der 52. Minute warf er ein einziges Mal zum 27:27 aufs Tor. Zuvor musste er sich oft am unendlich erscheinenden, mehr oder weniger schnellen Passspiel seines Teams beteiligen.

«Am Ende lag es an Kleinigkeiten»

Diese Passfolgen hatten ihren Ursprung im Umstand, dass St. Otmar in der Offensive seinen Torhüter Aurel Bringolf konsequent durch einen siebten Feldspieler ersetzte. Mit dieser Taktik hatten die Kadetten ihre liebe Mühe, doch irgendwann lief das Ganze ins Leere – ja, es wurde schon fast zur Langeweile. «In solchen Si­tuationen entstehen unattraktive Partien, die handballerischem Schach gleichzusetzen sind», stellte Schaffhausens Assistenztrainer Werner Bösch, der frühere Trainer des LC Brühl, fest. ­Diese Analyse unterstützte von Seiten St. Otmars auch David Fricker, der mit seinen sechs Toren einen persönlichen Rekordwert für die höchste Liga realisiert hatte und auf dem rechten Flügel ein Lichtblick im oft eher düsteren Geschehen war. «Dass der Erfolg heute ausgeblieben ist, lag am Ende an Kleinigkeiten.»

So bleibt für die St. Galler die ernüchternde Bilanz, gegen den Meisterfavoriten wohl 30 Tore erzielt zu haben, vor allem defensiv vorbildlich gekämpft zu haben, am Ende aber doch die fünfte von sieben Finalrundenpartien verloren zu haben. Weil Wacker Thun gegen den HSC Suhr Aarau 20:25 verlor, ist St. Otmar auf den letzten Platz zurückgefallen. Das Erreichen der ersten vier Plätze, die dann in den Playoffs ein Heimspiel mehr garantieren, ist zu einem fast aussichtslosen Unterfangen geworden.

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