St. Otmar muss endlich punkten

Nach zwei Niederlagen in zwei Partien steht St. Otmar heute abend in der NLA-Finalrunde beim Gastspiel gegen Meister Wacker Thun unter Zugzwang. Um das Playoff doch noch zu erreichen, müssen die St. Galler endlich Punkte holen.

Daniel Good
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Die Spieler von Wacker Thun legen immer kräftig Hand an: St. Otmars Rückraumspieler Björn Fröhlich bekommt es gegen Roman Caspar und Jonas Dähler zu spüren. (Bild: Urs Jaudas)

Die Spieler von Wacker Thun legen immer kräftig Hand an: St. Otmars Rückraumspieler Björn Fröhlich bekommt es gegen Roman Caspar und Jonas Dähler zu spüren. (Bild: Urs Jaudas)

HANDBALL. Um sich für das Playoff zu qualifizieren, ist in der NLA-Finalrunde mindestens der vierte Platz notwendig. St. Otmar hat nach dem missglückten Start ins neue Jahr und vor der heute um 19.30 Uhr beginnenden Auswärtspartie gegen Wacker Thun schon sieben Punkte Rückstand auf das viertklassierte Bern Muri. «Um in dieser Finalrunde noch etwas zu erreichen, müssen wir jetzt Punkte gewinnen», sagt St. Otmars immer noch am Knie verletzter Flügel Jost Brücker.

Ebingers zweiter Abschied

Die Gastspiele gegen Titelverteidiger Thun enden für St. Otmar aber meistens mit Niederlagen. Seit Dezember 2010 gab es für die St. Galler keinen Sieg mehr im Berner Oberland. Mit ihrer aggressiven Spielweise schüchtern die Thuner in der heimischen Lachenhalle die Gastteams ein. «Da hilft nur eines, im gleichen Stil dagegenhalten. Die Thuner müssen von Beginn weg spüren, dass ein Gegner auf dem Feld steht, der es ihnen nicht einfach macht», sagt Routinier Antoine Ebinger, der heute wohl ein letztesmal für die St. Galler das Tor hütet. Der Berner spielte von 1997 bis 1999 für Thun, nachher war er während acht Jahren für St. Otmar aktiv.

Der 156fache Nationalspieler Ebinger sprang für St. Otmar in die Bresche, als Anfang Dezember der St. Galler Stammgoalie Martin Galia einen Riss des Syndesmosebandes erlitt. Der Tscheche dürfte St. Otmar am Sonntag im Heimspiel gegen Kadetten Schaffhausen wieder zur Verfügung stehen.

«Super», sagt der 2011 zurückgetretene Ebinger über sein Comeback in der Ostschweiz. «Ich traf viele alte Bekannte wieder, und es war eine Freude, wieder in der Kreuzbleiche Handball zu spielen.» Einen Wermutstropfen gab es freilich doch für den 37jährigen Ebinger. Die Resultate in der Finalrunde hätten besser sein können. Gegen Pfadi Winterthur verlor St. Otmar daheim 24:29, Kriens-Luzern unterlagen die St. Galler auswärts 27:31. Beide Male führte St. Otmar zur Pause. «Schade, wir hätten die Spiele gewinnen können», sagt Ebinger. Um die Schwächen in der zweiten Halbzeit einzudämmen, hat St. Otmar das Konditionstraining forciert. «Aber das Problem liegt eher im Kopf», sagt Brücker.

Thun verlor viermal

Wie St. Otmar verlor Wacker Thun beide Partien in der Finalrunde. Auch in den zwei Spielen zum Abschluss ihres Pensums in der Champions League unterlagen die Thuner. Wie die St. Galler müssen die Berner Oberländer, die auf Platz fünf unmittelbar vor St. Otmar klassiert sind, nun möglichst rasch punkten, um sich für das Playoff zu qualifizieren. «Das macht die Aufgabe für uns noch schwieriger», sagen Ebinger und Brücker unisono. Das Auswärtsspiel im vergangenen Herbst verlor St. Otmar gegen Thun 30:33.

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